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|   Wolf Christoph

Was der Bio-Fundamentalismus für das Burgenland bedeutet

„Als Volkspartei stellen wir die Regionalität an erste Stelle. Uns ist die Herkunft wichtig, egal ob ein Produkt Bio oder konventionell produziert wurde“, stellt Landesgeschäftsführer Christoph Wolf fest. „Mit ihrem Bio-Fundamentalismus gefährdet die SPÖ den Selbstversorgungsgrad der Burgenländerinnen und Burgenländer mit heimischen Produkten. Es wird lieber aus dem Ausland importiert, als die heimische Landwirtschaft zu unterstützen“, so Landwirt und Kandidat für die Landtagwahl Josef Prantl.

Dass biologische Produkte – egal, wo sie herkommen oder unter welchen Bedingungen sie produziert werden – gegenüber heimischen regionalen Produkten bevorzugt werden, hat Landeshauptmann Doskozil schon bei der Landtagssitzung am 18. Oktober 2018 gezeigt. „Leider mussten wir schnell feststellen, dass die SPÖ auch in der Landwirtschaft ihre Fundamentalismus-Politik durchsetzen will. Die SPÖ bevorzugt ein Bio-Hendl aus Chile gegenüber einem regional produzierten und konventionellen Hendl aus dem Burgenland. Was dieser Bio-Fundamentalismus bedeutet, möchten wir heute näher erläutern“, erklärt Landesgeschäftsführer Christoph Wolf.

100 Prozent Bio-Essen im Kindergarten gefährdet regionale Dorfwirtshäuser

Dass die SPÖ mit ihren Vorhaben Existenzen zerstört, zeigt sich auch am Beispiel „100 Prozent Bio-Essen“ in den Kindergärten bis 2024. „In vielen Kindergärten ist es üblich, dass der regionale Dorfwirt das Mittagessen in den nahe gelegenen Kindergarten liefert. Das ist ein Vorzeigeprojekt, denn die Wertschöpfung und Arbeitsplätze bleiben direkt in der Region. 100 Prozent Bio ist jedoch so gut wie kaum umzusetzen und erschwert vor allem für kleine Betriebe den Einkauf extrem. Viele, so wurde es bereits angekündigt, werden dann nicht mehr liefern“, stellt Wolf fest und betont: „Auch der Preis wird sich für die Eltern drastisch erhöhen. Von 3,50 auf 5,00 Euro könnte die Erhöhung sein.“

„Bei der Volkspartei steht ganz klar die Regionalität an erster Stelle. Wir wollen jederzeit wissen, wo unser Produkt herkommt, wie es produziert wird und von wem es produziert wird. All das können wir bei heimischen Produkten ganz einfach feststellen“, erklärt Landesgeschäftsführer Wolf. Was macht Rot-Blau? „Sie stellen Bio über die Regionalität, sie versuchen die Landwirtschaft in gut (Bio) und böse (herkömmlich) zu spalten. Sie wollen 100 Prozent Bio erzwingen und sie importieren lieber das Bio-Huhn aus Chile, als ein regionales Huhn aus dem Burgenland zu kaufen. Hier sind wir ganz klar dagegen. Es braucht auch in der Landwirtschaft eine gute Zusammenarbeit der Bäuerinnen und Bauern, der Landwirtschaftskammer und der Politik, um gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der heimischen Landwirtschaft zu stellen“, so Wolf.

Prantl: Bio-Fundamentalismus gefährdet Selbstversorgungsgrad

Laut der Burgenländischen Landwirtschaftskammer ist der Selbstversorgungsgrad des Burgenlandes bei fast allen tierischen Produkten unter 50 Prozent. „Mit ihrem Bio-Fundamentalismus gefährdet die SPÖ den Selbstversorgungsgrad mit heimischen Lebensmitteln. Wir müssen schon jetzt Geflügel, Obst, Gemüse und seit 2018 sogar Getreide importieren, weil die Auflagen immer größer werden und sich schlichtweg nicht alle Menschen Bio leisten können“, stellt Prantl fest und fordert: „Im Gegensatz zu Rot-Blau stehen wir als Volkspartei für einen gesunden Mix aus Bioprodukten und regionalen herkömmlichen Produkten. Wir wollen lieber heimische regionale Produkte als Bio-Produkte aus dem Ausland, denn dort wissen wir nicht, wie diese produziert werden.“

Außerdem ist Bio nicht gleich Bio. „Vergleicht man beispielweise die Anforderungen für Bio-Legehennen in Deutschland und Österreich, so muss festgestellt werden, dass es hier zu Unterschieden von 250 Prozent kommt. Die Auslauffläche für eine Bio-Legehenne in Deutschland muss vier Quadratmeter betragen, in Österreich zehn Quadratmeter“, so Prantl, der nochmals betont: „Bleiben wir bei unseren heimischen Produkten, denn da wissen wir, wo sie herkommen und unter welchen Bedingungen sie produziert werden.

Bio Preise im Keller

In diesem Zusammenhang kritisiert Prantl auch die von der SPÖ präsentierte Bio-Studie. „Dass eine knapp 84.000 Euro teure Studie, die von Landesrätin Eisenkopf beauftragt und bezahlt wurde, den rot-blauen Bio-Fundamentalismus in höchsten Tönen lobt, war schon im Vorhinein klar. Dass ein Forschungsinstitut aber außer Acht lässt, dass beispielsweise der Preis für Bio-Weizen 2019 um 30 Prozent gefallen ist, ist mehr als verwunderlich. Mit ihrem Bio-Fundamentalismus, den angekündigten Anbauverboten und dem Verbot von konventionellen Stallbauten gefährdet Rot-Blau unsere Versorgung mit heimischen und gesunden Lebensmitteln“, erklärt Prantl. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer auch in Zukunft mit gesunden, heimischen Lebensmittel versorgt werden und dass die Wertschöpfung bei uns im ländlichen Raum bleibt. Deshalb am 26. Jänner ÖVP ankreuzen und unseren Weg stärken!“

Zitat von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am 18. Oktober 2018 in der Landtagssitzung:

„An oberster Stelle dieser Ausschreibung wird die Agenda Bio stehen, aber erst an zweiter Stelle die Agenda Regionalität. Das bedeutet in der Praxis: Wir wollen gesunde Lebensmittel, wenn es die im Burgenland noch nicht gibt, wenn die im Burgenland noch nicht produziert und erzeugt werden, dann müssen sie aus anderen Regionen importiert werden.“

 

 

Christoph Wolf

Finanzen, Vereine, Sport, Rechungshofausschuss

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christoph.wolfoevpklub-bgldat

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