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Bild (von links): Thomas Steiner, Bettina Pauschenwein, Melanie Eckhardt und Christian Sagartz fordern die Einführung einer Meisterprämie in der Höhe von 1.000 Euro.
|   Mattersburg

Volkspartei fordert Meisterprämie für Lehrberufe

Das Burgenland ist ein Land der Talente und Meister. Während ein Studium und die Schulausbildung großteils vom Staat übernommen werden, müssen Lehrlinge die Kosten für ihre Meisterprüfung selbst tragen. „Das möchten wir zukünftig ändern und den Meisterinnen und Meistern im Burgenland mehr Wertschätzung entgegenbringen“, betont Landesparteiobmann Thomas Steiner „Daher fordern wir die Einführung einer Meisterprämie in der Höhe von 1.000 Euro.“ „Um die sinkende Konjunktur zu stoppen, fordern wir außerdem die Wiedereinführung des Handwerkerbonus“, erklärt ÖAAB-Landesobmann Christian Sagartz. Melanie Eckhardt, Vorsitzende von ‚Frau in der Wirtschaft‘ und Bettina Pauschenwein, Tischlermeisterin, begrüßen die Initiativen der Volkspartei und betonen: „Gerade für den Wirtschaftsstandort Burgenland sind gut ausgebildete Fachkräfte entscheidend. Die Meisterprämie wäre eine Wertschätzung und Motivation.“

Die rückläufigen Lehrlingszahlen und der massive Mangel an Fachkräften zeigen, dass es im Lehrlingsbe-reich Handlungsbedarf gibt. „Ziel muss es sein, die Berufsausbildung mit mehr Perspektiven zu versehen und die Bedeutung des Lehrberufs aufzuwerten. Die Volkspartei hat daher im Plan fürs Burgenland im Oktober 2018 viele Vorschläge gemacht, um den Wirtschaftsstandort Burgenland zukunftsfit zu machen“, erklärt Landesparteiobmann Thomas Steiner. „Daher wollen wir, wie beispielsweise die Steiermark, dass die öffentliche Hand einen Teil der Kurs- und Prüfungskosten der Meister- oder Befähigungsprüfung übernimmt. Die Prämie wäre ein klares Zeichen für die wirtschaftlichen Leistungsträger in unserem Land. Denn die Meisterinnen und Meister sind ein wichtiges Rückgrat unserer erfolgreichen Wirtschaft im Burgenland“, betont Steiner.

1.000 Euro für alle burgenländischen Meisterinnen und Meister

Je nach Bundesland und Branche belaufen sich die Kosten der Meister- oder Befähigungsprüfung auf 5.000 bis 6.000 Euro, in spezifischen Bereichen kann dies auch mehr sein. „Während die Kosten für ein Studium oder die Schule zum Großteil vom Staat bezahlt werden, müssen die Kosten für die Meisterprüfung von den Lehrlingen selbst getragen werden“, erklärt Steiner die derzeitige Situation. „Wir wollen daher die Einführung einer Meisterprämie in der Höhe von 1.000 Euro. Diese Förderung soll es für alle positiv absolvierten Meister- und Befähigungsprüfungen in allen Branchen geben und für alle Bur-genländerinnen und Burgenländer gelten“, hält Steiner fest und betont: „Damit bekommen auch endlich jene, die den Weg einer Fachausbildung eingeschlagen haben, mehr Wertschätzung und eine Prämie für ihre Leistung.“ Die Volkspartei wird dazu einen Antrag im Burgenländischen Landtag einbringen.

Sagartz. „Handwerkerbonus einführen, um schleppende Konjunktur anzukurbeln!“

Der Handwerkerbonus ist eine „wichtige Förderung für private Haushalte sowie kleine und mittelständische Betriebe“, erklärt ÖAAB-Landesobmann Christian Sagartz. „In den Jahren 2016 und 2017 konnte der bur-genländische Handwerkerbonus auf Drängen der ÖVP ausgeweitet werden. Warum die Landesregierung heuer – wie schon 2018 – keinen Handwerkerbonus plant, ist für uns unverständlich.“ Denn der Handwerkerbonus ist ein Turbo für die vielen kleinen Handwerks- und Gewerbebetriebe in der Region und schafft in weiterer Folge wichtige Arbeitsplätze. „Der Bonus kurbelt die Konjunktur an, unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in den Regionen, sichert damit auch Beschäftigung und dämmt den Pfusch ein. Das bringt klare Vorteile für alle Seiten“, listet Sagartz die Vorzüge des Hand-werkerbonus und fordert die sofortige Wiedereinführung: „Damit könnte die schleppende Konjunktur ange-kurbelt werden.“

Eckhardt: „Mehr Wertschätzung für den Lehrberuf!“

Auch Bürstenmacherin Melanie Eckhardt fordert mehr Wertschätzung für den Lehrberuf: „Die Lehre wird immer noch als Stiefkind behandelt, obwohl Lehrlinge und Facharbeiter eine wichtige Rolle haben. Wir brauchen geeignete Fachkräfte in den klassischen Handwerksberufen und im Dienstleistungsbereich. Gerade im ländlichen Raum ist der Faktor Lehre von großer Bedeutung. Wir wollen den Lehrberuf für junge Menschen attraktiver machen. Damit bekämpfen wir den Fachkräftemangel und geben jungen Menschen eine Job-Perspektive im Burgenland.“ Außerdem weist Eckhardt auf die vielen Initiativen der Wirtschaftskammer hin: „Wir helfen bei der Berufs-orientierung in Schulen, bieten Talentechecks und Lehrlingscastings an und stellen mobile Lehrbetriebsbe-rater zur Verfügung.“ Auch „die Frau in der Wirtschaft“ möchte mit der bundesweiten Kampagne „Unter-nehmerin trifft Schule“ den Stellenwert der Lehre in der Gesellschaft verbessern.

Pauschenwein: „Meisterprämie ist Ansporn für Absolventen“

Tischlermeisterin Bettina Pauschenwein freut sich über die Initiative der Volkspartei und betont: „In Hinblick auf den Fachkräftemangel ist die Meisterprämie ein zusätzlicher Ansporn für die Absolventen der Meister-prüfung. Das ist auch ein wichtiger Schritt, weil die Meisterinnen und Meister in weiterer Folge oftsmals Unternehmer werden und für Jobs im ländlichen Raum sorgen.“ In diesem Zusammenhang erwähnt Pauschenwein auch die Wichtigkeit vom lebenslangen Lernen: „Auch als Meisterin oder Meister ist es wichtig, dass wir uns ständig fortbilden, hier braucht es mehr Initiativen vom Land. Die Meisterprämie ist ein erster wichtiger Schritt.“

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