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|   Jennersdorf

Technische KFZ-Datenabfrage für Feuerwehren künftig möglich!

Durch die beschlossene 38. Novelle des Kraftfahrgesetzes können die Feuerwehren zukünftig mit Hilfe des Kfz-Kennzeichens die fahrzeugspezifischen Daten des verunfallten Fahrzeuges in der zentralen Zulassungsevidenz abfragen. „Vorher durfte das nur die Polizei. Dadurch können die Einsatzkräfte in Zukunft die Lage besser einschätzen und vor allem auch mögliche Gefahrenquellen richtig beurteilen. Die Bergung von im Auto eingeklemmten, verletzten Menschen erfolgt dadurch schneller und effektiver“, informiert Bundesrat Bernhard Hirczy, selbst aktives Mitglied der Stadtfeuerwehr Jennersdorf. Großer Dank gebührt jedem Mitglied der Feuerwehr, denn jeder Einsatz ist eine Herausforderung und daher ist jede kleine Erleichterung willkommen.

Menschen sind nach einem Unfall im Auto eingeklemmt, sie sind schwer verletzt und benötigen dringend medizinische Hilfe. Solche und ähnliche Notrufe treffen leider immer wieder bei der Landessicherheitszentrale ein. Sobald Feuerwehr und Rettung ausrücken aus, zählt jede Sekunde, um Menschenleben zu retten. Dabei werden zukünftig die Einsatzkräfte durch eine neue technische KFZ-Datenabfrage noch besser unterstützt. „Gerade bei Fahrzeugbergungen sei es wichtig, die Lage rasch und richtig einschätzen zu können“, bekräftigt Hirczy.

Durch den vermehrten Einsatz von alternativen Antrieben wie zum Beispiel Lithium-Batterien, Wasserstoff, Erdgas im Straßenverkehr und der Tatsache, dass moderne Fahrzeugtechnik immer komplexer wird, müssen Feuerwehren bei technischen und bei Brandeinsätzen vermehrt auf Datenbanklösungen mit Rettungs- und Deaktivierungsinformationen zurückgreifen. Die Identifizierung der verunfallten Fahrzeuge vor Ort wird immer schwieriger. „Mit Hilfe des Kfz-Kennzeichens können künftig die Identifizierungsparameter der Fahrzeuge abgefragt werden. Dank dieser Daten können die Rettungskräfte Gefahren genau einschätzen und weitere Feuerwehren aus der Region oder Spezialgeräte anfordern“, erklärt Bernhard Hirczy.

Wie wichtig diese neue Info-Möglichkeit ist, zeigen Verkehrsunfälle. Sicherheitsmechanismen wie Airbags aber auch Batterien für Elektro- oder Hybridautos sind potentielle Gefahrenquellen für verunfallte Personen sowie für Einsatzkräfte, die zur Hilfe eilen. „Die Feuerwehr schult die Mitglieder regelmäßig, dennoch können die ehrenamtlichen Helfer nicht jedes Fahrzeug und dessen Spezifikationen auswendig kennen“, so Hirczy.

Es werden keinerlei personenbezogene Daten abgefragt, sondern nur technische Daten vom Fahrzeug, wie Marke, Type, Baujahr, Motorisierung, Antrieb und Zugriffspunkte. „Andere Länder wie zum Beispiel die Niederlande, Schweden, Norwegen, Dänemark, England und Schweiz stellen diese Möglichkeiten der Fahrzeug-Identifizierung über das Kfz-Kennzeichen ihren Einsatzkräften bereits zur Verfügung. Diese technische Einsatzunterstützung hat sich in diesen Ländern schon bestens bewährt“, informiert Bundesrat Bernhard Hirczy abschließend.

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