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|   Bildung/Erziehung

"Studiengebühren für jene, die es sich leisten können"

"Warum soll man für die höchste Ausbildung im Land nicht einen Anerkennungsbeitrag leisten, wenn man es sich leisten kann? Das ist nicht einzusehen", stellt Landesgeschäftsführer Christoph Wolf zur aktuellen Studiengebühren-Diskussion fest. Auch die Einhebung von Studiengebühren an der FH Burgenland darf kein Tabuthema mehr sein.

Für staatliche Leistungen, die in Ordnung sind, kann man auch etwas verlangen – und zwar von jenen die es sich leisten können, unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes. „Im Gegenzug muss allerdings die Studienförderung ausgebaut werden, für jene, die es sich nicht leisten können. Jeder, der will, soll und muss auch studieren können“, so Wolf. Nur das ist wirklich gerecht. 

Auch das System an der FH Burgenland, an der fast 70 Prozent berufsbegleitend studieren, ist zu hinterfragen. Dort hebt man bekanntlich auf Wunsch der SPÖ keine Studiengebühren ein. Wolf dazu: „Zweidrittel der Studenten an der FH Burgenland, also etwa 2000 Studierende, sind nicht aus dem Burgenland. „Wie rechtfertigt das Rotblau gegenüber den vielen Burgenländern, die an den FHs in anderen Bundesländern studieren und dort sehr wohl Studiengebühren zahlen müssen“, fragt Wolf. Insgesamt studieren laut der offiziellen Bildungsstatistik Burgenland 2.289 Burgenländer an österreichischen Fachhochschulen. Eine Förderung für alle burgenländischen Studierenden wäre besser. 

Die Ausbildung an österreichischen Universitäten leidet derzeit an den schlechten Bedingungen bzw. Betreuungsverhältnisse und einem hohen Anteil an prüfungsinaktiven Studierenden. Grund dafür ist der ungeregelte Zugang zu den Universitäten. „Dieser stellt uns vor gewaltige Herausforderungen, die sich auch in schlechter werdenden Platzierungen in internationalen Rankings widerspiegeln. Um exzellente wissenschaftliche Ausbildung bieten zu können, muss ein anderer Weg eingeschlagenen werden: Mehr Verbindlichkeit der Studierenden und besserer Planbarkeit der Ressourcen für die Universitäten“, so JVP-Landeschef Patrik Fazekas, der weiter betont: „Es braucht eine Studienplatzfinanzierung mit flächendeckenden Zugangsregelungen. Darüber hinaus stehe ich zu moderaten Studienbeiträgen in Verbindung mit einem sozial- und leistungsorientierten Stipendiensystem. Nur so kann eine höhere Verbindlichkeit des Studierens erreicht werden.“

Christoph Wolf

Finanzen, Vereine, Sport, Rechungshofausschuss

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