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Senioren-Monitor Burgenland: Volkspartei will mit Umfrage Anliegen der Senioren aufzeigen

Bereits mehr als 86.000 Menschen sind im Burgenland älter als 60 Jahre. „Die Menschen werden dank moderner Medizin immer älter. Die Gruppe der über 60-Jährigen macht bereits rund 30 Prozent der Gesamtbevölkerung im Burgenland aus. Bis 2030 wird sich diese Zahl auf rund 110.000 Menschen erhöhen“, erklärt der 2. Landtagspräsident und der Spitzenkandidat des Seniorenbundes Rudolf Strommer und betont: „Mit dem neu geschaffenen Projekt ‚Senioren-Monitor Burgenland wird es jährlich eine Umfrage geben, um die Anliegen und Wünsche der Seniorinnen und Senioren herauszufinden. Die Ergebnisse der ersten Umfrage möchte ich heute gemeinsam mit dem Meinungsforscher Dr. Franz Sommer präsentieren.“ Außerdem wiederholt Strommer die Forderung nach einem eigenen Referat für Seniorinnen und Senioren: „Wir wollen, dass unsere Senioren – wie zum Beispiel im Land Tirol – durch ein eigenes Referat im Land Burgenland vertreten werden und damit eine bessere Beratung und mehr Service bekommen.“

Mitreden, mitgestalten, gesund bleiben und dabei mobil sein – das wünschen sich die Seniorinnen und Senioren von heute. Ebenfalls wichtig sind die Erreichbarkeit und die Nutzung von schnellem Internet in allen Regionen. „Die Senioren sind heutzutage internetfit und auch online gut vernetzt“, so Rudolf Strommer. Das zeigt auch die heute präsentierte Umfrage unter den Senioren. „Ein wichtiger Faktor für die ältere Generation ist die Mobilität. „Von einem Ort zum anderen zu gelangen, unabhängig vom Alter und ob man einen Führerschein oder ein Auto besitzt. Das muss für jeden im Burgenland möglich sein, besonders für die ältere Generation“, fordert Strommer, der betont: „Die Volkspartei hat mit der Forderung nach einem Burgenland-Bus bereits einen konkreten Lösungsansatz vorgestellt, der vor allem für die ländlichen Regionen mehr Mobilität bringen würde. Demnach sollen in allen Regionen des Burgenlandes kleine Regionalbusse die Menschen zielgerichtet und gut getaktet ans Ziel bringen.“

Gesundheitsbereich und Pflege als Herausforderung

Die Umfrage zeigt, dass sich die ältere Generation von der Politik beim Thema Pflege und Gesundheit mehr Initiativen erwartet. „Es muss für jeden möglich sein, in der gewohnten Umgebung alt werden zu können“, betont Strommer. Aktuell sieht die Zahl der zu pflegenden Personen wie folgt aus: Über 6.000 Personen über 60 Jahre beziehen im Burgenland Pflegegeld der Stufen 4 bis 7. Hierbei erfolgt die Betreuung von fast der Hälfte (45 Prozent) durch die Angehörigen zu Hause. Angehörige von zu pflegenden Personen leisten immense Arbeit für die ältere Generation. „Dies ist oft mit dem Berufsleben nur schwer vereinbar, sofern die Pflege überhaupt in den eigenen vier Wänden erfolgen kann“, sagt Strommer.

Nicht nur die Angehörigen brauchen die entsprechende Unterstützung, damit die Pflege zu Hause machbar ist, auch Infrastruktur und Regelungen seitens des Landes müssen gegeben sein, damit entweder professionelle Pflegekräfte mit klar definierten Qualitätskriterien herangezogen werden können oder die Pflege im Alten- oder Pflegeheim machbar ist.

Eigenes Referat würde mehr Wertschätzung und Erleichterung für Senioren bringen

Familien-, Jugend- und Frauenreferate gibt es – schon alleine aus Wertschätzung der größten Bevölkerungsgruppe gegenüber braucht es jetzt endlich ein eigenes Seniorenreferat. „In anderen Bundesländern sind Referate für die ältere Generation fest verankert, wie zum Beispiel in Tirol. Es wird Zeit, dass hier gezielt Maßnahmen gesetzt werden und Angebote und Initiativen auch im Burgenland gebündelt werden“, fordert der Spitzenkandidat des Seniorenbundes zur Landtagswahl Rudolf Strommer und erklärt. „Die Mitsprache aller Generationen in der Politik ist wichtig, auch jene der älteren Generation. Der von der SPÖ geforderte Seniorenombudsmann ist zu wenig.“

In Tirol werden vom Seniorenreferat neben umfassenden Informationen auf der Homepage auch Förderungen für Seniorenprojekte angeboten. „Das können wir uns auch im Burgenland vorstellen. Seniorinnen und Senioren sind modern, mobil und aktiv und möchten unser Land mitgestalten. Durch einen eigenen Fördertopf und einem eigenen Referat wäre das auch im Burgenland möglich. Das wäre mehr Wertschätzung und eine Erleichterung für alle Senioren im Burgenland“, so Strommer.

Sommer: Motivation und Zielsetzung der Umfrage

Die Umfrage zeigt, welche Anliegen den Seniorinnen und Senioren besonders wichtig sind: „Ausgangspunkt für die vorliegende Telefonumfrage in der Altersgruppe ‚60 Jahre und älter‘ war die Idee, einmal pro Jahr im Rahmen des Projekts ‚Senioren-Monitor Burgenland‘ repräsentative Daten zu Themen zu erheben, die sich auf die Lebenssituation älterer Menschen beziehen. Es geht dabei in erster Linie um Gesundheitsversorgung, Pflege, Verkehr/Mobilität, Pensionen, Internet-Nutzung und um den Umgang mit Sozialen Medien“, erklärt Sommer.

Ziel ist es, praxisrelevante Informationen über Meinungen, Einstellungen, Erwartungshaltungen älterer Menschen zu gewinnen, die auch Orientierungshilfe und Entscheidungsgrundlage für die politische Arbeit sein sollen. „Die erste Umfrage im Rahmen des Projekts ‚Senioren-Monitor Burgenland‘ (Erhebungszeitraum: 11. – 16. Dezember 2019, Datenbasis: 300 Telefoninterviews) setzt sich im Detail mit folgenden Fragestellungen auseinander“, so Sommer.

Umfang der Umfrage:

  • Interessen/Tätigkeiten älterer Menschen nach der subjektiven Wichtigkeit
  • Bedürfnisse älterer Menschen: Worum soll sich die Politik besonders kümmern?
  • Prioritätensetzung in der medizinischen Versorgung
  • Urteil über Angebote im Bereich der Pflege
  • Verwendung elektronischer Geräte (Computer, Smartphone, …)
  • Internet-Nutzung und Soziale Medien

Wichtige Erkenntnisse aus der Umfrage

Die Ergebnisse zeigen, dass den Seniorinnen und Senioren im Burgenland Gesundheit, regelmäßiger Kontakt zur Familie, Sport und Hobbies wichtig sind. „Die Senioren wollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Laut ihnen muss sich die Politik vor allem um die Themen Pflege, Pensionen, Gesundheit und Verkehr kümmern. Im Gesundheitsbereich fordern 56 Prozent mehr Fachärzte und 41 Prozent mehr Hausärzte.“, erklärt Sommer die Ergebnisse der Umfrage.

Auch die Nutzung elektronischer Geräte ist für die Senioren immer wichtiger. „Unsere Umfrage zeigt, dass bereits 59 Prozent einen Laptop oder Computer haben und 47 Prozent ein Smartphone mit Internetzugang besitzen. Die Senioren werden immer moderner. 77 Prozent nutzen Laptop und Smartphone, um sich über Aktuelles zu informieren. Außerdem geben 54 Prozent an, dass sie täglich Internet und Soziale Medien nutzen“, so Sommer

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