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|   Sagartz Christian

Pflege-Lehrberuf ist wichtiger Schritt zur Absicherung der Pflege

Der Pflegebedarf steigt, während das Pflegepersonal immer weniger wird. „Jetzt muss rasch gehandelt werden, um genügend Pflegepersonal ausbilden zu können“, erklären Gesundheitssprecher Christian Sagartz und Jugendsprecher Patrik Fazekas. Dazu fordert die Volkspartei Burgenland einmal mehr die Einführung eines Pflege-Lehrberufs nach dem Schweizerischen Modell. Deshalb gab es vor kurzem auch ein Arbeitsgespräch mit der Vorarlberger Volkspartei.

Der Bedarf nach qualifizierten Pflegekräften steigt stetig. Laut einer aktuellen WIFO-Studie rechnet man in Österreich bis 2050 mit einem Anstieg der über 80-Jährigen von derzeit fünf auf 11,6 Prozent. „Die Zahlen bestätigen einmal mehr, dass wir in Zukunft genügend gut ausgebildetes Pflegepersonal brauchen. Wir müssen daher vorsorgen und jetzt schon die besten Rahmenbedingungen für ein Altern in Würde schaffen, so Sagartz, der festhält: „Die Schaffung eines Pflege-Lehrberufs wäre ein erster Schritt, damit die Pflege in Österreich in Zukunft abgesichert werden kann.“ Um diese Forderung österreichweit umzusetzen, gab es vor kurzem ein Arbeitsgespräch mit der Vorarlberger Volkspartei. „Bereits 2011 hat das Land Vorarlberg ein Modell für die Pflegelehre eingeführt und ist damit österreichweit Vorreiter. Nun geht es darum, dieses Modell zu verbessern und auf ganz Österreich auszuweiten.“

ÖVP-Jugendsprecher Fazekas: „Mit einer Pflegelehre die Pflegeausbildung attraktiveren“

Junge Menschen sollen sich vermehrt für soziale Berufe entscheiden, das ist unser Ziel. „Das wird nur gehen, wenn die Ausbildung für junge Menschen attraktiver wird. Denn die meisten Jugendlichen entscheiden sich im Alter zwischen 15 und 17 Jahren für ihren Beruf. Der Beginn einer Ausbildung als Pflegekraft ist in diesem Alter aber derzeit nicht möglich“, erklärt der ÖVP-Jugendsprecher Patrik Fazekas. Die Idee wäre, so wie bei einer Lehre, die Ausbildungsdauer von zwei auf drei Jahre zu erhöhen, um so mit 18 Jahren eine Ausbildung mit genügend praktischer Erfahrung im Pflegebereich erworben zu haben. „Wir fordern ein modulares Ausbildungsprogramm für Pflegeberufe, das nahtlos an das Ende der Ausbildungspflicht anschließt. Es soll darauf geachtet werden, dass in der ersten Phase des Ausbildungsprogramms belastende Situationen - beispielsweise der Kontakt mit Sterbenden - vermieden werden. So können wir es schaffen, die Pflegeausbildung zu attraktiveren und die Pflege insgesamt abzusichern“, so Fazekas abschließend.