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|   Steiner Thomas

Persönliche Assistenz wichtigste Forderung für mehr Selbstbestimmung

Die von der ÖVP Burgenland gemeinsam mit den Oppositionsparteien einberufene Enquete hat heute deutlich gezeigt: „Mit der Persönlichen Assistenz ist Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmteres und gleichwertiges Leben möglich“, resümieren Landesparteiobmann Thomas Steiner und Patrik Fazekas das Ergebnis der Diskussionsveranstaltung und ergänzen: „Leider hinkt das Burgenland im Bundesländervergleich hinterher. Die aktuelle Förderung, die hier geboten wird, ist beschämend.“

„Menschen mit Behinderungen dürfen nicht als Bittsteller dastehen. Die Verwaltung muss eine Servicestelle sein, wo das Wohl des Einzelnen im Vordergrund steht“, so Steiner. Auch betreffend die Wohnsituation gibt es unterschiedliche Bedürfnisse. „Es muss für alle die Wahlfreiheit bestehen, wie und wo sie wohnen möchten, sei es zu Hause, im Heim oder in einer Wohngemeinschaft. Dazu müssen wir auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.“ Es muss ein Paradigmenwechsel stattfinden. „Die Behindertenhilfe muss weg von der Sozialhilfe. Vorbild ist hier das Land Tirol. Dort wurde ein Gesetz zur Chancengleichheit beschlossen“, ergänzt Steiner.

Burgenland hat dringenden Aufholbedarf

Die persönliche Assistenz soll Menschen mit Behinderung im Alltag unterstützen. Die berufliche Assistenz ist auf Bundesebene geregelt, während die Freizeitassistenz Ländersache ist. „Das ist grundsätzlich in Ordnung, führt in der Praxis aber zu großen Unterschieden bei der Förderung. Während in Wien bis zu 300 Stunden monatlich gefördert werden, sind es im Burgenland gerade einmal 40 Stunden. Auf den Tag gerechnet ca. 1,5 Stunden. Das ist viel zu wenig und fern jeglicher Realität des alltäglichen Bedarfs“, kritisiert Fazekas und fordert Darabos auf: „Hier muss das Land aktiv werden und rasch die Förderung auf ein entsprechendes Ausmaß erhöhen, auf eine Harmonisierung der Länder zu warten, ist fahrlässig.“ Abschließend verspricht Fazekas: „Wir werden mit den Ergebnissen weiter arbeiten und eine Politik forcieren, wo alle Menschen, mit oder ohne Behinderung, in allen Bereichen des täglichen Lebens gleichgestellt sind.“