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|   Mattersburg

ÖVP-Bezirksparteien Mattersburg und Oberpullendorf arbeiten im Gesundheitsbereich zusammen

Die Volkspartei Burgenland setzt sich für eine Akut-Ordination in jedem Bezirk ein. „Bereits jetzt fehlen in einigen Ortschaften Ärzte, bis zum Jahr 2025 gehen immer mehr Ärzte in Pension. Wir wollen die ärztliche Versorgung sichern und kämpfen gegen den Ärztemangel. Daher braucht es nun wie im Bezirk Oberwart eine Akut-Ordination in jedem Bezirk“, sagen die ÖVP-Bezirksparteiobmänner Christian Sagartz und Niki Berlakovich und kündigen eine Expertenrunde zum Thema Gesundheit auf regionaler Ebene an.

Die Bezirke Mattersburg und Oberpullendorf ziehen beim Thema Akut-Ordination an einem Strang. „Hauptprobleme in der ärztlichen Versorgung gibt es am Wochenende und in der Nacht – diese werden aber in allen Bezirken schlagend“, so Christian Sagartz. „Die Ärzte teilen sich diese Zeiten in einer Art Bereitschaftsdienst. Dieses System wird nicht mehr lange aufrecht bleiben können: Vor allem junge Ärzte sind immer weniger bereit, diese Stunden zu leisten. Unsere Versorgung mit Hausärzten, die einen Kassenvertrag haben, ist gefährdet.“

Zudem verursacht ein Krankenhaus-Besuch deutlich höhere Kosten, als ein Patient bei einem Hausarzt oder durch eine Akut-Ordination kostet. Eine Akut-Ordination hat daher mehrere Vorteile:

1)               Die Patienten haben eine gesicherte Grundversorgung,

2)               das Burgenland wird attraktiver für junge Ärzte und

3)               gleichzeitig spart das Gesundheitssystem bei besseren Leistungen noch Geld ein.

 

Berlakovich: Pilot-Projekt Oberwart als Vorbild

„Wir fordern eine Akut-Ordination in jedem Bezirk. Im Bezirk Mattersburg – wo es kein Krankenhaus gibt – genauso wie im Bezirk Oberpullendorf. Hier können wir die Akut-Ordination an das Spital anschließen“, so Niki Berlakovich. Der Bezirk Oberwart mit dem modernen Pilot-Projekt ist ein gutes Vorbild, so Berlakovich. „Eine Akut-Ordination deckt abends die ärztliche Versorgung an Wochentagen ab. Ich setze mich für eine Akut-Ordination auch in unserem Bezirk ein!“

„Insgesamt droht dem Burgenland bereits in wenigen Jahren ein Ärztemangel. Besonders Hausärzte muss man mit der Lupe suchen“, betont der Oberpullendorfer Bezirksparteiobmann ein drastisches aber realistisches Bild.

„Seit einem Jahr liegt ein konkreter Vorschlag auf dem Tisch, wie mehr Hausärzte ins Land kommen könnten: Pro Jahr sollen 20 Stipendien für Jung-Ärzte seitens des Landes ausgeschrieben werden. An diese Stipendien wäre dann die Verpflichtung verknüpft, im Burgenland fünf oder mehr Jahre als Arzt zu arbeiten“, erklärt Niki Berlakovich. „Das Burgenland könnte längst eine Modellregion sein. Wir brauchen dafür ein Stipendiensystem für Medizinstudenten und Akut-Ordinationen für alle Bezirke.“

 

Expertenrunde auf regionaler Ebene

Die ÖVP-Bezirksparteiobmänner planen derzeit eine Expertenrunde zum Thema Gesundheit auf regionaler Ebene. Gesundheitsexperten sollen dabei ebenso zu Wort kommen wie Vertreter der Volkspartei.

Eine gesonderte Einladung zu diesem Termin erfolgt in den nächsten Wochen.

 

Die ÖVP-Vorschläge im Überblick

·        Ein Stipendiensystem für Medizinstudenten schaffen.

·        Bessere Kooperationen zwischen Hausärzten ermöglichen.

·        Arzt-Arzt-Anstellungen erleichtern und Förderungen anbieten.

·        Gruppenpraxen erleichtern.

·        Akut-Ordinationen in allen Bezirken aufbauen.

 

Information zur Akut-Ordination

·        wochentags von 17 bis 22 Uhr haben zwei diensthabende Ärzte (Visite und Ordination) Dienst. Für das Wochenende wird gerade eine Lösung verhandelt.

·        Vorteil für die Patienten: Gesicherte Grundversorgung rund um die Uhr.

·        Vorteil für die Allgemeinheit: Kostengünstiger als Krankenhaus-Besuch. 

 

#vpb