Zum Inhalt springen
|   Oberpullendorf

Köstinger Steiner Fazekas: Breitband als Chance für den Ländlichen Raum

Breitband: Die Chance für den ländlichen Raum

Schnelles Internet ist die Grundlage, damit sich auch strukturschwache Regionen entwickeln können. Nicht überall im Burgenland gibt es eine schnelle Internetverbindung. „Besonders Unternehmen, die auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen sind, werden in ihrer Produktivität behindert, wenn es kaum oder langsame Internetverbindungen gibt“, betont die neue „Breit-band-Ministerin“ Elisabeth Köstinger. Andere Bundesländer haben die Chance der Breitbandmilliarde ergriffen und kräftig ausgebaut. Im Burgenland hingegen herrscht seit Jahren Stillstand. „Mit einer Landesgesellschaft für den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau wäre Internet in jedem Haushalt möglich“, so Steiner und Fazekas.

„Breitband ist mittlerweile eine Überlebensfrage für alle Regionen. Breitband darf nicht nur auf Ballungszentren beschränkt sein, sondern muss überall ausgebaut sein. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit“, so Köstinger. Jeder Österreicherin und jeder Österreicher sowie jeder Betrieb soll die Vorteile der Digitalisierung in allen Lebensbereichen möglichst nützen können - unabhängig davon wo er sitzt. Die Grundlage für diesen Fortschritt bildet eine flächendeckende, technologieneutrale Breitband-Versorgung auch in den struktur-schwächeren Regionen. Köstinger stellt weiter fest: „Thomas Steiner hat das erkannt und schon im ersten Moment, als das Ressort zu mir gewandert ist, zum Telefon gegriffen und sich für das Burgenland eingesetzt. So wie ich ihn kenne wird er da auch nicht locker lassen, und wird das Beste für das Burgenland herausholen – davon bin ich überzeugt.“

Steiner: „Wir wollen, dass die Daten nicht die Menschen pendeln.“

„Wir müssen die Chancen, die die Digitalisierung bringt, endlich auch für das ganze Burgenland nutzbar machen. Dafür braucht es einfach einen ordentliches Internet in allen Regionen und Gemeinden. Damit werden nicht nur Arbeitsplätze zu uns kommen, sondern es wird auch Home Office ermöglicht. Wir wollen, dass die Daten pendeln, nicht die Menschen“, so Steiner. Auf unserer „türkisen Tour“ durchs Burgenland begegneten wir vielen Menschen, die uns ihre Anliegen näher brachten. „Erschreckend ist die Tatsache, dass in allen Bezirken Unternehmer über schlechte und langsame Internetverbindungen klagen“, so Steiner. In anderen Bundesländern sieht man es als selbstverständliche Pflicht an, für eine moderne Infrastruktur zu sorgen. Von der Breitbandmilliarde haben in den letzten Jahren vor allem Nieder-, Oberösterreich und Tirol kräftig profitiert, weil sie die Chance erkannt haben. Laut letzter Evaluierung haben bis dato knapp 840.000 Personen österreichweit von der Breitbandmilliarde profitiert. „Das Burgenland hat diese Chance nicht genutzt“, so Steiner, der einmal mehr auf die langjährige Forderung der Volkspartei hinweist: „Wir brauchen eine Landesgesellschaft für Glasfaser-Ausbau. Nach niederösterreichischem Vorbild soll die Landesgesellschaft den Ausbau umsetzen. In unserem ‚Plan für das Burgenland‘ ist diese Forderung zentral. Es muss auch im Burgenland möglich sein, schnelles Internet in alle Haushalte – so wie Strom- und Wasserleitungen – zu bringen.“

Land Kärnten als Vorbild nehmen

Das Land Kärnten investiert derzeit 60 Millionen Euro an Landes-Beihilfen an die "Breitbandinitiative Kärnten GmbH", um entlegene Regionen Kärntens an den Glasfaser-Highway anzuschließen. Es werden jene Gebiete abgedeckt, in denen sich ein Ausbau für Privatanbieter wegen der geographischen Lage oder der geringen Besiedlungsdichte nicht rechnet. „Diesen Weg müssen wir auch im Burgenland gehen. Nur so wird leistungsfähiges Internet auch in die kleinsten Gemeinden des Burgenlands fließen“, fordert Steiner die Landesregierung auf, es als Pflicht zu sehen, für eine moderne Infrastruktur zu sorgen.

Fazekas: „Flächendeckende Internetversorgung ist Frage der Gerechtigkeit“

„Wir haben es einst geschafft, jeden Haushalt ans Strom- und Telefonnetz anzuschließen. Heute muss es das Ziel sein, die Haushalte unseres Landes mit schnellen Internetanschlüssen anzubinden. Eine flächendeckende Internetversorgung ist im Jahr 2020 für mich eine Frage der Gerechtigkeit“, sagt Patrik Fazekas, Sprecher für Digitalisierung. Angesichts flexibler Arbeitsplätze und Teleworking-Jobs ist der Bedarf an Breitband sehr hoch. Leider ist gerade der ländliche Raum beim Netzausbau benachteiligt. Vielerorts ist der Mangel an Breitbandinternet der Grund für den Arbeitsplatzmangel. „Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortfaktor – sowohl für Firmen als auch für Privatpersonen. Von einem leistungsfähigen Internet profitieren Bevölkerung und Wirtschaft gleichermaßen. Der Zugang zu schnellem Internet ist Voraussetzung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Chancen. Allen Burgenländern muss es möglich sein, dies zu nutzen“, betont Patrik Fazekas, der die digitale Spaltung des Landes nicht mehr hinnehmen möchte. Maßnahmen in diesem Bereich sind notwendig, denn neue Arbeitsformen, digitale medizinische Hilfen, moderne Betriebe, deren Maschinen in Echtzeit in alle Welt kommunizieren und hochwertige Sicherheitssysteme sind mittlerweile Realität. Das alles muss am Land zu gleichen Bedingungen möglich sein, wie in den Städten.

Als Ersatz für den Ausbau von Glasfaseranschlüssen werden die Haushalte oftmals über bestehende Kupferleitungen mit Internet versorgt. Diese reichen jedoch für die zukünftigen Anforderungen nicht aus. „Tatsache ist, dass die Menge der Daten, die im Netz bewegt wird, immer größer wird. Diese Entwicklungen wird das Kupferkabel nicht mehr bewältigen können, denn das Telefonnetz wurde nie für Breitband gemacht, sondern für die Übertragung von Sprache“, so Fazekas, der abschließend die Forderung nach einer Landesgesellschaft für den Glasfaser-Ausbau bekräftigt.

Zurück