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|   Wirtschaft/Finanzen

Handwerkerbonus Burgenland - Alle Informationen zur Förderung

„Rot-Blau übernimmt eine ÖVP-Forderung und verlängert den Handwerkerbonus für 2017. Der Handwerkerbonus ist eine wichtige Förderung für private Haushalte sowie kleine und mittelständische Betriebe und Unternehmen“, erklärt Wohnbausprecher Markus Ulram.

„Ein starkes Land braucht eine starke regionale Wirtschaft. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass der burgenländische Handwerkerbonus auch 2017 ausbezahlt wird“, betont der ÖVP-Wohnbausprecher. Das Wirtschaftswachstum muss gestärkt werden, somit wurde der Handwerkerbonus bis 2017 verlängert. Ziel dieser Förderung sind die Stärkung der Wirtschaft und die Eindämmung von Schwarzarbeit, außerdem sollen Konjunktur und Wirtschaft belebt werden.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Tätigkeiten, die das Handwerk betreffen wie Arbeiten zu Renovierungs-, Erhaltungs-, und Modernisierungsmaßnahmen. Die österreichische Bundesregierung stellt hierfür bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung. Privatpersonen erhalten aus diesen Budgetmitteln maximal 600 Euro, die für eine Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung ihres Wohnprojektes in Anspruch genommen werden können.

Darin enthalten sind beispielsweise:

  • Erneuerung/Dämmung von Dächern und Fassaden sowie Spenglerarbeiten
  • Austausch von Fenstern
  • Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen
  • Sanierung von Sanitäranlagen
  • Austausch von Bodenbelägen (z.B. Teppichboden, Parkett, Fliesen)
  • Erneuerung von Wandtapeten
  • Malerarbeiten
  • Verlegung von Wand- und Bodenfliesen
  • Arbeiten an Einbaumöbeln inklusive deren Austausch (z.B. Einbauküche)
  • Wartungsarbeiten, insofern diese nicht gesetzlich oder behördlich vorgeschrieben sind, z.B. Wartung von Heizungsanlagen

Nicht förderungsfähig sind dagegen folgende Maßnahmen:

  • Neubaumaßnahmen und Erweiterung von bestehendem Wohnraum (z.B. Verglasung einer Loggia, wodurch neuer Wohnraum entsteht)
  • Arbeiten an Außenanlagen bzw. nicht zu Wohnzwecken genutzten Gebäudeteilen 
  • Gutachtertätigkeiten (z.B. Mess- und Prüfdienste)
  • aufgrund behördlicher Auflagen durchgeführte Arbeitsleistungen (z. B. Garagen, Pools, Einfriedungen, Rauchfangkehrerarbeiten)
  • Ablesedienste und Abrechnung bei Verbrauchszählern (Strom, Gas, Wasser, Heizung, usw.)
  • bereits von einer Versicherung erstattete Leistungen 

Wer darf diese Förderung beziehen?

Förderanträge können nur natürliche Personen stellen:

  • Pro Jahr, pro Förderungswerber und pro Wohneinheit ist nur ein Antrag zu stellen, selbst wenn der maximale Förderbetrag von 600 Euro nicht ausgeschöpft wurde.  
  • Außerdem können mehrere Endrechnungen in einem Förderantrag zusammengefasst werden. 
  • Wichtig ist hier außerdem, dass aus verwaltungstechnischen Gründen ein Rechnungsbetrag von 200 Euro (ohne Umsatzsteuer) festgelegt ist.

Allerdings ist das Einbringen eines Förderantrags für die gemeinsame Wohnung von Ehepartnern möglich. Hier beträgt die maximale Summe der gemeinsamen Förderung 600 Euro.

Welche Arbeitsleistungen werden gefördert?

Prinzipiell werden Leistungen gefördert, die von Handwerkern und Gewerbetreibenden bei der Modernisierung, Erhaltung oder Renovierung eines in Österreich gelegenen Wohnobjektes bewerkstelligt werden. Ein Zuschuss bei Einrichtungsgegenständen ist nur dann möglich, wenn diese mit dem Haus fest verbunden sind und somit auf die speziellen Raummaße des Wohnobjektes angepasst sind.

Generell werden Arbeiten von folgenden Handwerkern und gewerbetreibenden Unternehmen durch einen Zuschuss unterstützt:

  • Baumeister
  • Bodenleger
  • Dachdecker
  • Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung
  • Elektro-, Gebäude- und Alarmanlagentechnik
  • Gas- und Sanitärtechnik
  • Glaser, Glasbeleger und Flachglasschleifer
  • Hafner
  • Heizungstechnik; Lüftungstechnik, Kälte- und Klimatechnik
  • Keramiker; Platten- und Fliesenleger
  • Kommunikationselektronik
  • Kunststoffverarbeitung
  • Maler und Anstreicher; Lackierer; Vergolder und Staffierer
  • Rauchfangkehrer
  • Schädlingsbekämpfung
  • Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau; Metalltechnik für Schmiede
  • Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik
  • Spengler
  • Steinmetzmeister einschließlich Kunststeinerzeugung und Terrazzomacher
  • Stukkateure und Trockenausbauer
  • Tapezierer
  • Tischler und Drechsler 
  • Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer
  • Holzbau-Meister (Zimmermeister)
  • Ingenieurbüros (planende und beratende Ingenieure)

Wie wird der Handwerkerbonus beantragt?

Der Antrag auf Förderung muss bis 28.02.2018 ausgefüllt bei einer Bausparkasse im Burgenland oder in den Vertriebswerken der den Bausparkassen zugehörigen Filialen eingereicht werden. Diese Anträge werden nur bis zum Ausschöpfen der Budgetmittel gefördert.

Dabei erfolgt die Antragstellung via E-Mail, Fax oder Post.

Ein Ansuchen auf Förderung kann nur dann bearbeitet und gewährt werden, wenn die folgenden Punkte vollständig ausgefüllt sind:

  1. Familienname und Vorname des Förderungswerbers
  2. Geschlecht
  3. Geburtsdatum und/oder Sozialversicherungsnummer
  4. Postanschrift
  5. E-Mail-Adresse, wenn vorhanden
  6. Bankverbindung
  7. Adresse des Förderungsobjekts
  8. Kopie des Meldezettels oder Auszug aus dem Melderegister
  9. Kopie der Endrechnung(en) über die Arbeitsleistungen
  10. Nachweis der erfolgten Zahlung (z.B. Kontoauszug, Überweisungsbeleg, Erlagschein oder Beleg über Barzahlung gem. § 132a BAO)
  11. Datum und Unterschrift

Weiter Infos sowie der Kontakt zu den Filialen der Bausparkasse finden Sie hier und auf der Seite umweltfoerderung.at.

Antragstellung

Um einen Zuschuss für Handwerksarbeiten zu erhalten, muss ein Antrag vollständig ausgefüllt werden und bis zum 28.02.2018 bei einer Bausparkasse eingereicht werden. Generell gilt dieser Zuzahlung nur so lange, wie Budgetmittel vorhanden sind. 

Um eine schnelle Abwicklung zu ermöglichen, wird die Antragstellung via E-Mail oder Fax empfohlen. Zusätzlich ist es aber auch eine Abgabe in den Filialen der Bausparkasse im Burgenland oder eine Übermittlung auf dem Postweg möglich.

Zusätzlich müssen auch folgende Unterlagen eingereicht  werden:

  • Meldezettel oder Auszug aus dem Melderegister (Kopie)
  • Endabrechnung zu den Arbeitsleistungen - folgende Kriterien müssen eingehalten werden:
    • Rechnung ausgestellt auf der/die AntragsstellerIn
    • geteilte Aufschlüsselung von Fahrt- und Arbeitskosten
    • Erklärung über die getätigte Arbeitsleistung
    • Zeitraum und Ort der Leistung
    • Endrechnungen müssen in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt werden.
  • Bestätigung über bereits getätigte Zahlungen (z.B. Überweisungsbeleg, Erlagschein, Kontoauszug usw.)

Der Antrag steht hier zum Download zur Verfügung.