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|   Güssing

Gesundheitsversorgung im Südburgenland sichern

Die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum ist gefährdet. „Nachdem die Gynäkologie im Krankenhaus Güssing geschlossen wird, kann niemand garantieren, dass es auch weitere Abteilungen trifft. Auch der Ärztemangel wird in den nächsten Jahren vor allem im Südburgenland spürbar“, warnt ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz und hält fest: „Wir müssen die Gesundheitsversorgung in unseren Gemeinden sichern.“

Eine umfassende medizinische Versorgung im ländlichen Raum ist ein Grundbedürfnis der Menschen. „Diese Versorgung ist gefährdet, da Abteilungen der Krankenhäuser geschlossen werden und immer weniger Ärzte am Land arbeiten wollen“, erklärt Sagartz und schlägt Lösungen vor: „Wir haben bereits mehrfach im Burgenländischen Landtag Akutordinationen für jeden Bezirk und Landarzt-Stipendien gefordert. Nach langem ‚Nichtstun‘ hat SPÖ-Landesrat Darabos die Wichtigkeit dieser Thematik endlich erkannt und eine Umsetzung angekündigt. Fortschritte gibt es bis dato keine.“ „Die SPÖ Burgenland erweist sich leider einmal mehr als Ankündigungsriese und Umsetzungszwerg. Gerne präsentieren sich Mandatare und Regierungsmitglieder der SPÖ in den Krankenhäusern im Südburgenland“, meint Sagartz und kritisiert: „Unseren Mandataren wurde ein Besuch im Krankenhaus Güssing verwehrt, obwohl man sich lediglich ein Bild von der Lage nach der Schließung der Gynäkologie machen wollte. Das ist reine Polemik.“ Rosner: Angebot der Zusammenarbeit beim Neubau des Krankenhauses Oberwart Oberwarts Bürgermeister und ÖVP Gesundheitssprecher Georg Rosner bietet seine Mitarbeit bei der Planung und Umsetzung des Krankenhauses Oberwart an. „Ein Krankenhaus ist ein komplexer Bau, wo viele Akteure mitspielen. Deshalb biete ich als Bürgermeister von Oberwart und Gesundheitssprecher der ÖVP meine Mitarbeit an“, erklärt Rosner. „Es gehe hier vor allem darum, dass es keine durchdachte Verkehrsstrategie am Areal des Krankenhauses gibt. Die Verkehrsanbindung für das neue Krankenhaus ist nicht geregelt, obwohl die Umfahrung B63a in unmittelbarer Nähe des neuen Standortes liegt. Die umliegenden Straßen sind schon jetzt schwer belastet und für ein dermaßen hohes Verkehrsaufkommen nicht geeignet“, weiß Rosner. Dazu kommt, dass die Parkplatzsituation weder für die Bauphase, noch für den späteren Betrieb geregelt ist. „Die ganze Region und Bewohner im Nahbereich des Spitals sind durch die vielen parkenden Autos bereits jetzt großen Herausforderungen ausgesetzt“, merkt Rosner kritisch an und fordert die Landesräte Doskozil und Darabos auf, ein Verkehrskonzept rund um das Krankenhaus vorzulegen. „Als Bürgermeister der Stadt bin ich gerne bereit, mich mit den Verantwortlichen an einen Tisch zu setzen und gemeinsam die beste Lösung für Oberwart zu finden.“ „Um den Menschen in unserer Region die bestmögliche Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, braucht es ein funktionierendes Gesundheitssystem“, unterstreicht Georg Rosner: „Das Krankenhaus Oberwart ist ein wichtiger medizinischer Standort. Gerade deshalb ist es notwendig, den Neubau durchdacht und umfassend zu planen.“ Auch die Sorgen und Ängste der Ärzte, Pflegekräfte und Patienten müssen ernst genommen werden: „Die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung im Südburgenland scheint gefährdet, die Sorge der Menschen im Bezirk wächst!“, so Rosner Temmel: Schließung der Gynäkologie in Güssing - Nächster Angriff auf das Südburgenland Die Schließung der Gynäkologie reiht sich nahtlos an die vielen Baustellen von Landesrat Darabos an. „Das Krankenhaus Güssing wird zum ständigen Flickwerk, ohne dass es ein Konzept für alle fünf Krankenhäuser im Burgenland gibt“, bemängelt Temmel. In Sonntagsreden spricht Darabos von einer Standortgarantie für alle fünf Krankenhäuser, einige Tage später erfährt man in den Medien, dass ein Teil des Krankenhauses geschlossen wird. Deshalb ist ab sofort Landesrat Doskozil für die KRAGES zuständig. „Ich frage mich, was Doskozil zur Schließung der Gynäkologie in Güssing sagt“, so Temmel und fordert: „Wir wollen, dass Doskozil als zuständiger Landesrat die angekündigte Schließung der Gynäkologie evaluiert und klar sagt, was er mit dem Krankenhaus Güssing konkret vorhat.“ Temmel kritisiert die Umstände rund um den Besuch im Krankenhaus Güssing. „Obwohl wir eingeladen wurden, das Krankenhaus Güssing zu besuchen, ist es uns nun nicht gestattet, dieses zu besuchen. Anscheinend wurden die Verantwortlichen vom zuständigen Landesrat zurückgepfiffen.“ Mondschein: Gemeindevertreter in alle Belange miteinbeziehen Güssings Vizebürgermeister kritisiert die Schließung der Gynäkologie vehement: „Das Krankenhaus als wichtiger Arbeitgeber in unserer Gemeinde wird zum Spielball der Politik. Kranke und pflegebedürftige Menschen werden einfach ohne Konzept von einem Ort zum anderen verschoben. Von Jennersdorf oder Güssing bis zum nächsten Krankenhaus mit einer gynäkologischen Abteilung, nämlich Oberwart, ist es ein langer Weg. Das entspricht nicht einem Gesundheitssystem des 21. Jahrhunderts“, ist Mondschein empört und fordert einen würdevollen Umgang mit kranken Menschen. Im Güssinger Gemeinderat hat es bereits einen Schulterschluss zur Erhaltung der Gynäkologie gegeben. „Wir haben gemeinsam mit der SPÖ Güssing eine Petition an den zuständigen Landesrat Doskozil geschickt, um die Gynäkologie im Krankenhaus in Güssing zu retten“, so Alois Mondschein abschließend.