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|   Frauenpolitik

Equal pay day - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Der Equal pay day findet jedes Jahr statt und soll aufzeigen, wie weit die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern noch geöffnet ist. 2017 erhalten Frauen rund 21,7 Prozent weniger Gehalt pro Stunde als Männer – damit liegt Österreich deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

„Bis heute sind Chancengleichheit und Gleichberechtigung in keinem Land der Welt wirklich umgesetzt“, erklärt ÖVP-Frauensprecherin Michaela Resetar und betont, dass deshalb alles darangesetzt werden müsse, die Lebenswirklichkeit von Frauen nachhaltig zu verbessern. Schließlich müsse es selbstverständlich sein, dass Frauen auch überall dort, wo es um Macht, Geld und Einfluss geht, teilhaben. „Zwar sind wir inzwischen genauso gut oder besser qualifiziert als Männer und haben den höheren Anteil an Studienabschlüssen – dennoch sind unsere beruflichen Perspektiven immer noch schlechter und wir verdienen nach wie vor weniger“, weiß Resetar. So verdienten Frauen laut Statistik Austria 18 Prozent weniger als Männer, bezogen auf das Einkommen von Vollzeitbeschäftigten. Zudem habe sich die Öffnung der Gehaltsschere zwischen den beiden Geschlechtern seit 2011 um nur 1,5 Prozent verringert. Das sei zu wenig, deshalb brauche es laut Resetar ein Bündel an Maßnahmen.

Dazu müsse man sich zunächst die Gründe für diese Ungerechtigkeit genauer ansehen: Ein Teil der Lücke sei dadurch zu erklären, dass Frauen öfter in niedrig entlohnten Branchen und Berufen arbeiten wie beispielsweise im Dienstleistungssektor. Außerdem spielen längere, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und der anschließende Wiedereinstieg in Teilzeitarbeitsplätze eine Rolle. „Daher bleiben wir als ÖVP Frauen bei unserer Forderung, die Anrechnung von Karenzzeiten bei den Gehaltsvorrückungen in allen Kollektivverträgen zu verankern. Außerdem müssen flexible Kinderbetreuungsmöglichkeiten wie Tageseltern oder der Oma-Opa-Dienst weiter ausgebaut werden, um Frauen den Wiedereinstieg ins Vollzeit-Berufsleben zu erleichtern“, fordert Resetar.

Was ist der Equal pay day?

Der Equal Pay Day ist der Tag der Einkommensgleichheit. Er fand dieses Jahr am 4. März 2017 statt. An diesem Tag wird aufgezeigt, wie viele Arbeitstage Frauen dieses Jahr bereits unentgeltlich gearbeitet haben und dass sie erst ab diesem Tag gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen. Dabei wird auch thematisiert, welche Faktoren die Einkommensungerechtigkeit begünstigen und wo der dringende gesamtheitliche Handlungsbedarf besteht, um die geschlechtsspezifische Einkommensdiskriminierung zu beenden . 

Was bedeutet Equal pay day?

 

Übersetzt bedeutet Equal Pay Day „Gleicher Bezahlungstag”. Leider ist eine gleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen immer noch nicht selbstverständlich. 2017 fiel der Equal Pay Day auf den 4. März – demnach arbeiteten Frauen in diesem Jahr 63 Tage umsonst. Eingeführt wurde dieser jährliche Aktionstag 2011 von der EU als European Equal pay day (EEPD). 2003 in den USA gestartet dauerte es einige Jahre, bis er sich auch in Europa verbreitete. 2009 wurde anschließend von den Business & Professional Women Austria (BPW) erstmals der genaue Zeitpunkt für Österreich berechnet.

Ziele der ÖVP-Frauen

Der Equal Pay Day ist ein Anstoß für mehr Gleichberechtigung und zur Gleichstellung der Frau. Neben dem Ziel der beruflichen Gleichstellung verfolgen die ÖVP-Frauen aber auch andere Ziele: 

  • Chancengleichheit: gleiche Rechte, gleiche Chancen, gleiches Einkommen
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen verbessern
  • GEMEINSAM.SICHER – Sicherheitsgefühl stärken
  • Wahlfreiheit für Frauen stärken
  • Informationsoffensive zu Pensionen
  • Frauenarbeitslosigkeit bekämpfen – soziale Sicherheit stärken
  • Frauen in technischen Berufen 
  • Frauen zur beruflichen Selbstständigkeit motivieren

Weiterführende Links:

Die offizielle Seite zum Equal Pay Day finden Sie hier.

Weiter Infos und einen Bericht zum Frauentag 2017 finden Sie unter dieStandard.at.