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|   Steiner Thomas

Volkspartei fordert eigenes Referat für Seniorinnen und Senioren

Bereits mehr als 86.000 Menschen sind im Burgenland älter als 60 Jahre. „Die Menschen werden dank moderner Medizin immer älter. Die Gruppe der über 60-Jährigen macht bereits rund 30 Prozent der Gesamtbevölkerung im Burgenland aus. Bis 2030 wird sich diese Zahl auf über 100.000 Menschen erhöhen. Trotzdem wird diese Bevölkerungsgruppe nicht durch ein eigenes zuständiges Referat im Land Burgenland vertreten“, betont Landesparteiobmann Thomas Steiner. Der Spitzenkandidat des Seniorenbundes Rudolf Strommer fordert die Schaffung eines eigenen Referates für Seniorinnen und Senioren: „Wir wollen, dass unsere Senioren – wie zum Beispiel im Land Tirol – durch ein eigenes Referat im Land Burgenland vertreten werden und damit eine bessere Beratung und mehr Service bekommen.“

Mitreden, mitgestalten, gesund bleiben und dabei mobil sein – das wünschen sich die Seniorinnen und Senioren von heute. Ebenfalls wichtig ist die Erreichbarkeit und die Nutzung von schnellem Internet in allen Regionen. „Die Senioren sind heutzutage internetfit und auch online gut vernetzt“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner. Ein weiterer wichtiger Faktor ist aber weiterhin die Mobilität. „Von einem Ort zum anderen zu gelangen, unabhängig vom Alter und ob man einen Führerschein oder ein Auto besitzt. Das muss für jeden im Burgenland möglich sein, besonders für die ältere Generation“, fordert Steiner.

Die Volkspartei hat mit der Forderung nach einem Burgenland-Bus einen konkreten Lösungsansatz vorgestellt, der vor allem für die ländlichen Regionen mehr Mobilität bringen würde. Demnach sollen in allen Regionen des Burgenlandes kleine Regionalbusse die Menschen zielgerichtet und gut getaktet ans Ziel bringen. „Insbesondere dort, wo weder Hausarzt noch Nahversorger vorhanden sind, muss für ausreichende Mobilität gesorgt werden“, betont Steiner und weist auf die Wichtigkeit einer Gesundheitsinfrastruktur hin. Es braucht im Burgenland fünf vollwertige Spitäler und weitaus mehr Anstrengungen, den Hausarzt zu erhalten. „Bei den Akutordinationen, Landarztstipendien und der Förderung für Hausarzt-Praxen war die Volkspartei Schrittmacher. Dies gilt es auch in Zukunft zu sein“, so Steiner.

Gesundheitsbereich und Pflege als Herausforderung

„Es muss für jeden möglich sein, zu Hause – in der gewohnten Umgebung – alt werden zu können“, betont Steiner weiter. Aktuell sieht die Zahl der zu pflegenden Personen wie folgt aus: Über 6.000 Personen über 60 Jahre beziehen im Burgenland Pflegegeld der Stufen 4 bis 7. Hierbei erfolgt die Betreuung von fast der Hälfte (45 Prozent) durch die Angehörigen zu Hause. Angehörige von alten, zu pflegenden Personen leisten immense Arbeit für die ältere Generation. „Dies ist oft mit dem Berufsleben nur schwer vereinbar, sofern die Pflege überhaupt in den eigenen vier Wänden erfolgen kann“, sagt Steiner.

Nicht nur die Angehörigen brauchen die entsprechende Unterstützung, damit die Pflege zu Hause machbar ist, auch Infrastruktur und Regelungen seitens des Landes müssen gegeben sein, damit entweder professionelle Pflegekräfte mit klar definierten Qualitätskriterien herangezogen werden können oder die Pflege im Alten- oder Pflegeheim machbar ist. „Nicht immer stimmen die Qualifikationen der Pflegekräfte mit den Bedürfnissen der Pflegebetroffenen überein“, kritisiert Steiner und fordert „ein vergleichbares Kriterium. Angebote für die 24-h-Betreuung zu Hause gibt es viele, allerdings mit ungleichen Leistungen und Kosten.“

Strommer: „Eigenes Referat würde mehr Wertschätzung und Erleichterung für Senioren bringen!“

Familien-, Jugend- und Frauenreferate gibt es – schon alleine aus Wertschätzung der größten Bevölkerungsgruppe gegenüber, braucht es jetzt endlich ein eigenes Seniorenreferat. „In anderen Bundesländern sind Referate für die ältere Generation fest verankert, wie zum Beispiel in Tirol. Es wird Zeit, dass hier gezielt Maßnahmen gesetzt werden und Angebote und Initiativen auch im Burgenland gebündelt werden“, fordert der Spitzenkandidat des Seniorenbundes zur Landtagswahl Rudolf Strommer.

Die Mitsprache und Mitbestimmung der Senioren sei ein äußerst wichtiger Punkt, denn sie bilden mit 86.000 Menschen die größte Bevölkerungsschicht im Burgenland. Dass die Senioren eine gewichtige Stimme innerhalb der Volkspartei und wichtig für die Demokratie sind, ist unumstritten. Der im Seniorengesetz verankerte Seniorenbeirat wurde vom damaligen Klubobmann Strommer verhandelt. Demnach werden alle Gesetze, die die Senioren betreffen, durch diesen abgesegnet. „Die Mitsprache aller Generationen in der Politik ist wichtig, auch jene der älteren Generation“, so Strommer.

In Tirol, wo es bereits ein eigenes Seniorenreferat gibt, werden neben umfassenden Informationen auf der Homepage des Seniorenreferates auch Förderungen für Seniorenprojekte angeboten. „Das können wir uns auch im Burgenland vorstellen. Seniorinnen und Senioren sind modern, mobil und aktiv und möchten unser Land mitgestalten. Durch einen eigenen Fördertopf und einem eigenen Referat wäre das auch im Burgenland möglich. Das wäre mehr Wertschätzung und eine Erleichterung für alle Senioren im Burgenland“, so Strommer abschließend.