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|   Güssing

TOP-Jugendticket: Keine Diskriminierung für Burgenländer im Süden

Ein burgenländischer Jugendlicher, der das TOP-Jugendticket hat und in der Steiermark öffentliche Verkehrsmittel nutzt, muss Strafe zahlen. "Alle Bahnverbindungen im Bezirk Jennersdorf führen in die Steiermark. Wollen Burgenländische Jugendliche diese nutzen, müssen sie ein zusätzliches Ticket kaufen, ansonst droht eine Strafe", bemängeln Jennersdorfs Bezirksparteiobmann Bernhard Hirczy und ÖVP-Jugendsprecher Patrik Fazekas. "Wir fordern, dass das Burgenland eine Vereinbarung mit der Steiermark schließt und dieses Problem löst. Wir haben dazu heute einen Antrag eingebracht."

Das Top-Jugendticket im Burgenland um 60 Euro gilt für alle SchülerInnen und Lehrlinge und bietet eine günstige Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel an 365 Tagen im Jahr. „So weit so gut. Stopp heißt es nämlich für Schüler und Lehrlinge, die mit dem TOP-Jugendticket in die Steiermark fahren. Dort ist die günstige Fahrkarte nämlich nicht gültig“, kritisiert Hirczy und erklärt: „Das Problem dabei ist, dass alle Bahnverbindungen des Bezirkes Jennersdorf in die Steiermark führen und das Land Steiermark kein Mitglied im Verkehrsverbund Ost-Region ist.“

 

Jugendliche, die zwar das TOP-Jugendticket haben und auf steirischem Boden in den öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen und kontrolliert werden, müssen eine Strafe bezahlen, wenn sie keine weitere Fahrkarte lösen. „Gerade unsere südburgenländischen Jugendlichen sind von öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig. Daher muss das TOP-Jugend Ticket für alle Burgenländer auch in unserem Nachbarbundesland Steiermark gültig sein“, betont Fazekas. „Wir fordern, dass diese Diskriminierung der Top-Jugendticket-Nutzer im Südburgenland beendet wird. Das Land Burgenland darf nicht untätig bleiben!“

 

Auf ein bundesweites Ticket zu warten, wie es der SPÖ-Jugendsprecher Kilian Brandstätter fordert, ist ein alter Hut. „Jahrelang ist die SPÖ im Verkehrsministerium gesessen und hat tatenlos zugeschaut. Wir fordern die Burgenländische Landesregierung auf, endlich eine Vereinbarung mit der Steiermark zu treffen und dieses Problem zu lösen. Als politischer Schrittmacher in diesem Land haben wir heute einen Antrag im burgenländischen Landtag eingebracht“, so Hirczy und Fazekas abschließend.