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|   Verkehr/Öffentlicher Verkehr

Taten statt Worte: Den öffentlichen Verkehr im Süden endlich ausbauen!

Das Südburgenland ist eine wunderschöne Region, aber im Verkehrsbereich stehen wir vor großen Herausforderungen: Für die erst kürzlich gekaufte Bahnstrecke Unterwart-Großpetersdorf fehlt die Fahrgenehmigung. Die 2017 angeblich erworbene Strecke Oberwart-Friedberg wird jetzt doch nicht vom Land gekauft. Kosten werden unter Verschluss gehalten. Ein Nutzungskonzept für die Bahnstrecken sucht man vergebens. Auch die Holzverladung in der Oberwarter Innenstadt bleibt. „Ständig werden im Südburgenland Verbesserungen im öffentlichen Verkehr angekündigt, in der Realität passiert aber nichts. Die 2015 versprochene Verlegung der Holzverladung bleibt weiterhin ein Traum“, kritisieren Klubobmann Christian Sagartz und Verkehrssprecher Georg Rosner. „Wir fordern das Land Burgenland auf, die Benachteiligung im Süden zu beenden und den öffentlichen Verkehr endlich auszubauen!“

Klubobmann Christian Sagartz kritisiert die fehlende Transparenz nicht nur beim Kauf der Bahnstrecken Unterwart-Großpetersdorf (diesen Sommer) und Oberwart-Friedberg, sondern auch die fehlende Nutzung. „Seit dem Beinahe-Kauf der ersten Bahnstrecke Oberwart-Friedberg vergangenen Herbst 2017 passiert nichts“, hebt Sagartz den Stillstand der Bahnstrecken hervor. „Es gibt weder Konzepte für Personen- und Güterverkehr, noch wurden Maßnahmen gesetzt. Und die Strecke Oberwart-Friedberg wird jetzt doch nicht gekauft. Verantwortlich für die fehlenden Konzepte fühlt sich niemand“, so Sagartz. Die notwendigen Genehmigungen für die Inbetriebnahme seien noch nicht erteilt. Die zuständige Verkehrsinfrastruktur Burgenland GmbH verweist auf das Infrastrukturministerium, dieses verweist wiederum auf das Land Burgenland. „Dies zeigt das unkoordinierte Vorgehen im Südburgenland“, kritisiert Sagartz die fehlenden Maßnahmen im Landessüden.

Sagartz: „Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr stärkt die Region!“

Das Südburgenland ist eine sehr lebenswerte Region, deren zukünftige wirtschaftliche Entwicklung vor allem von einer guten Verkehrsanbindung abhängt. „Die Erfahrung zeigt, dass Regionen mit einer guten Verkehrsinfrastruktur keine Probleme mit fehlenden Arbeitsplätzen oder Abwanderung haben. Hier geht es aber nicht nur um Straßen, sondern vor allem auch um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs“, ist Sagartz überzeugt. Auch dauern Verkehrsprojekte im Südburgenland viel zu lange. „Der Ausbau der S7 wurde über Jahrzehnte hinausgezögert und das zu Lasten der Menschen im Südburgenland. Es wird Zeit, dass die Ungleichheit zwischen Norden und Süden beendet wird. Das Südburgenland braucht für eine gute Entwicklung öffentlichen Verkehr und eine Anbindung an die wichtigen Verkehrsknotenpunkte in Österreich“, schließt Sagartz.

Rosner: „Raus mit der Holzverladung aus Oberwart“

Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Oberwart Georg Rosner könnte mittlerweile Bücher über die Geschichte der Holzverladung in der Oberwarter Innenstadt schreiben. „Jahrelang hat Alt-Landesrat Bieler die Verlegung der Holzverladestation aus der Oberwarter Innenstadt nach Rotenturm versprochen. Danach haben das Land und seine Vertreter immer wieder Maßnahmen angekündigt. Bis heute ist aber nichts passiert“, bemängelt Rosner. „Wir können die Belastung durch Lärm, Staub und große LKWs mit Holz in der Innenstadt nicht weiter einfach so hinnehmen. Es braucht rasche Lösungen, damit die Menschen in Oberwart endlich wieder mehr Lebensqualität und Sicherheit im Straßenverkehr haben.“

Als „riesengroße Ankündigungen und absolut keine Umsetzungen“ bezeichnet Rosner die Politik der Landesregierung. „Denn bereits 2016 wurde eine Machbarkeitsstudie für die Verlegung der Holzverladung aus der Stadt Oberwart in Auftrag gegeben. Trotz eines positiven Bescheides für eine Holzverladung in Rotenturm und Kosten von 10.000 Euro für Stadt und Land, hat man weiter untätig zugesehen“, ist Rosner verärgert. Auch beim Kauf der Bahnstrecke Unterwart-Großpetersdorf Ende Juli wurde die Verlegung großartig angekündigt. Ein paar Monate später will man bei der zuständigen Landesgesellschaft, der Verkehrsinfrastruktur Burgenland GmbH plötzlich nichts mehr wissen. „Jetzt wird wieder auf die Erstellung einer Studie verwiesen. Die Bürgerinnen und Bürger aus Oberwart werden damit einmal mehr vertröstet und müssen weiterhin unter der massiven Belastung durch die Holztransporte leiden“, hält Rosner fest und fordert in Richtung Land und Verkehrsinfrastruktur Burgenland: „Beenden wir die Spielchen und arbeiten wir endlich für die Bürger. Schluss mit der Belastung und raus mit der Holzverladung aus Oberwart.“

„Wir sind Schrittmacher!“

Initiativen zur Verbesserung der Verkehrssituation gibt es viele seitens der Volkspartei, die sich auch als Schrittmacher in der burgenländischen Verkehrspolitik sieht. So wurde die Entschärfung von gefährlichen Verkehrsknotenpunkten gefordert und auch umgesetzt, wie jene beim Kreisverkehr Großpetersdorf und bei der Kreuzung Farben-Partner bei der Umfahrung Oberwart. „Diese Beispiele zeigen, dass wir konstruktive Oppositionspolitik betreiben. Unser Motto: Wir möchten den Menschen ein besseres Leben bieten, das haben wir uns zur Aufgabe gemacht“, so Rosner abschließend.