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|   Steiner Thomas

Starke Frauen. Starke Anliegen. Starke Politik

Die Top-Drei Frauen der Landesliste der Volkspartei präsentierten heute gemeinsam mit Landesparteiobmann Thomas Steiner ihre Ideen und Anliegen für das Burgenland. „Mit Melanie Eckhardt, Carina Laschober-Luif und Marianne Hackl sind nicht nur drei weitere engagierte Frauen ins Team Burgenland gekommen, sondern vor allem auch viel fachliche Kompetenz“, so Steiner stolz. Eckhardt kennt sich im Handwerk und dem Handel aus, Hackl ist als Frisörmeisterin im Dienstleistungsgewerbe und Laschober-Luif betreibt eine Landwirtschaft. Steiner: „Um intakte ländliche Regionen zu sichern, brauchen wir die weibliche Sicht der Dinge, auch in der Politik. Wir brauchen die Expertise und die Begabungen gut ausgebildeter Frauen im Land.“

Mit ihnen setzt Steiner auf neue, aber nicht unerfahrene Kräfte. Eckhardt sitzt im Wirtschaftsparlament, Laschober-Luif in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer und Hackl ist derzeit noch im Bundesrat. „Das ist ein echtes Dream-Team. Sie werden starke Stimmen im Landtag sein – und zwar nicht nur für die Frauen, sondern auch für ihre Berufsgruppen und ihre Regionen“, so Steiner. Steiner selbst will im Land mit einer Mobilitätswende und einer offensiven Politik für den ländlichen Raum für mehr Lebensqualität und Lebenschancen, vor allem in den strukturschwachen Regionen, sorgen.

Eckhardt: „Ortskerne müssen für Betriebsansiedelungen attraktiv gemacht werden“

„Regionalität bedeutet die Sicherstellung der Nahversorgung vor Ort. Wir müssen die regionalen Strukturen erhalten, fördern und nicht durch die öffentliche Hand schwächen – wie etwa durch das neue Raumplanungsgesetz, wo großen Ketten am Stadtrand Tür und Tor geöffnet wurden“, so Eckhardt, die weiter betont: „Als Politikerin werde ich alles unternehmen, um eine weitere Aushöhlung der heimischen Ortskerne entgegenzuwirken. Wir möchten bestehende Infrastrukturen nützen und die Ortskerne müssen für Betriebsansiedelungen attraktiv gemacht werden.“ Hier geht es nicht nur darum, dass die regionale Wertschöpfung im Burgenland bleibt und die Wirtschaftskraft des ländlichen Raumes gestärkt wird, sondern auch um den Umweltschutz, Stichwort Bodenversiegelung. Sie schlägt mehrere Maßnahmen zur Belebung der Ortskerne vor: Eine PR-Offensive für die Konsumentinnen und Konsumenten sowie Leitfaden und Workshops für Orts- und Stadtmarketing sowie Beratungsmodelle für bestehende Stadtmarketing-Organisationen.

„Die Zukunft wird die burgenländischen Betriebe und hier, vor allem die kleinen und mittleren Inhaber geführten, Handwerks- und Handelsbetriebe vor große Herausforderungen stellen. Die Schlüsselwörter für die Bewältigung sind Digitalisierung und Innovation“, so Eckhardt, die weiter betont: „Wir müssen die Chancen, die uns die Digitalisierung bringt, erkennen, nutzen, dementsprechend unterstützen und fördern. Für mich ist eine der größten Absatzmärkte für meine Produkte schon der Online-Verkauf.“

Landwirtin Laschober-Luif: „Regionalität muss im Fokus stehen“

„Wir brauchen auch Anreize, dass Höfe übernommen werden, neue Vermarktungsideen und wir brauchen mehr Kommunikation mit den Konsumentinnen und Konsumenten, um unsere Leistungen auch der breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen“, so Carina Laschober-Luif. Für die vielen bäuerlichen Familienbetriebe muss es zukunftsfähige Rahmenbedingungen und mehr Wertschöpfung auf den Märkten geben. Dabei steht die Regionalität im Fokus. Der Trend bei Lebensmitteln gehe in Richtung regionaler Produkte. Daher sei es wichtig, diese auch als solche zu kennzeichnen.

Die Volkspartei hat deswegen schon in ihrem Plan für das Burgenland ein eigenes „Burgenland-Siegel“ für heimische Produkte vorgeschlagen. Das soll als Instrument der nachhaltigen Regionalentwicklung im ländlichen Raum dienen. Das ist auch eine Frage des Klimaschutzes: Der Kauf regionaler Lebensmittel ist ein wichtiger Beitrag zur Reduktion unnötiger Transporte über tausende von Kilometern. Die österreichische Landwirtschaft produziert darüber hinaus unter besonders strengen Richtlinien. „Mit unseren hochwertigen Produkten müssen wir aber im Einkaufsregal und am Speisetisch gegen Billigstprodukte aus dem Ausland konkurrieren, die nach gänzlich anderen Standards produziert wurden. Damit der Konsument Klarheit hat, braucht es eine lückenlose kontrollierte Herkunftskennzeichnung vom Stall und Acker bis zum Teller“, so Laschober-Luif.

Hackl: „Müssen Verwaltung in die Regionen bringen“ 

Der Bundesrat (ÖVP, FPÖ und Grüne) beschlossen vor Kurzem, dass Minister künftig verpflichtend prüfen müssen, ob Bundesdienststellen in den Bundesländern angesiedelt werden sollen. „Das ist eine große Chance für das Südburgenland und bedeutet Arbeitsplätze in ländlichen Regionen sowie einen Stopp der massiven Abwanderung“, stellt Bundesrätin Marianne Hackl fest und betont: „Wir wollen den ländlichen Raum durch Dezentralisierung und Modernisierung der Verwaltung stärken – das muss auch im Burgenland vorangetrieben werden.“ Es gibt in ländlichen Regionen großes Interesse an Arbeitsplätzen in der Verwaltung. Außerdem wird damit der Standort aufgewertet, es gibt mehr Wertschöpfung in der Region und gerade im südlichen Burgenland erhalten die Menschen eine Chance auf einen hochwertigen, wohnortnahen Arbeitsplatz im Bundesdienst.

Hackl fordert weiter, dass das Land hier nachziehen soll, die gesamte Landesverwaltung unter die Lupe zu nehmen und eine ordentliche, sinnvolle Dezentralisierung voranzutreiben, damit alle Regionen strukturell gestärkt werden. In Niederösterreich sollen zwischen 2018 und 2022 insgesamt 500 Arbeitsplätze in ländliche Regionen verlegt werden. Dabei wird vor allem auch die Digitalisierung eine Rolle spielen. „Wir können aus dem digitalen Wandel Vorteile für das ganze Land und die Menschen ziehen: Neue, wohnortnahe Jobs und eine Stärkung des ländlichen Raumes“, so Hackl. Dafür bedürfe es aber auch einem gut funktionierenden Internet. „Teleworking und Homeoffice sind Schlüsselwörter für Jobs im ländlichen Raum und durch die Verkehrsvermeidung auch für den Umweltschutz. Dafür braucht es aber auch die notwendige Infrastruktur und die müssen wir endlich flächendeckend herstellen“, so Hackl, die auf die Idee der Volkspartei, einer Landesgesellschaft für den Ausbau, verweist.