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Grunderwerbssteuer für Jungfamilien abschaffen

Ob zur Miete oder als Eigentum, Wohnen muss für jeden Menschen leistbar sein. Die Politik muss Maßnahmen setzen, um den Druck am Wohnungsmarkt zu lindern. „Junge Menschen haben es am Wohnungsmarkt oft am schwersten. Das stellt die Politik vor große Herausforderungen und macht es vor allem den Jungfamilien beinahe unmöglich, sich selbst Eigentum zu schaffen“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner und Sebastian Steiner, Obmann der Jungen Volkspartei Burgenland unisono. Sie sprechen sich deswegen für die Abschaffung der Grunderwerbsteuer auf das erste Eigenheim aus.

„Es ist höchste Zeit, jungen Menschen und jungen Familien wieder leistbare eigene vier Wände zu ermöglichen. Hier ist auch die Politik gefordert, weil sie durch Einhebung von Abgaben und Steuern wie der Grunderwerbssteuer die Problematik von teurem Wohnraum verstärkt“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner. Mit der Abschaffung der Grunderwerbssteuer für das erste Eigenheim, die erste Wohnung oder den ersten Baugrund würden sich die Menschen jährlich österreichweit bis zu 100 Millionen ersparen. „Das würde vor allem jene Jungfamilien unterstützen, die vor der Entscheidung stehen, erstmals Eigentum zu erwerben. Das hilft Familien und jungen Menschen, die sich etwas aufbauen wollen", so Steiner. Mögliche Bedingungen für den Entfall der Steuer: Sie gilt nur beim Erwerb des ersten Eigenheims oder des dafür gedachten Baugrunds. Es muss innerhalb von fünf Jahren tatsächlich gebaut werden. Und das begünstigt erworbene Objekt muss den Hauptwohnsitz darstellen.

Weiters sind einige Punkte in der Burgenländischen Wohnbauförderung noch zu adaptieren. Der derzeitige Niedrigzinssatz macht die Wohnbauförderung unattraktiv. Das Land hat hier nun mitgeteilt, dass hier eine neue komplizierte Berechnungsmethode zugrunde gelegt wird. Das Problem, das Steiner sieht: „Wenn man das nicht will, dann muss man sich selbst rühren. Ich befürchte, dass hier viele draufzahlen werden.“ Er schlägt vor, wie Oberösterreich, einen einfachen Fixzinssatz von 0,75 Prozent bei der Wohnbauförderung festzulegen. Weiters schlägt Steiner die Wiedereinführung der vorzeitigen Rückzahlung der Wohnbauförderung ein.

Sebastian Steiner: „Brauchen Stärkung der Kaufoption im öffentlichen Wohnbau“

„Ob zur Miete oder als Eigentum, für uns als Junge ÖVP steht fest, dass Wohnen für jeden jungen Menschen im Burgenland leistbar sein muss. Die Politik muss Maßnahmen setzen, um den Druck am Wohnungsmarkt zu lindern,“ stellt JVP-Landesobmann Sebastian Steiner klar. Die Junge ÖVP befasst sich intensiv mit der Problematik der Abwanderung aus unserem Bundesland, denn immer mehr Jugendliche entscheiden sich dafür, aus dem Burgenland wegzuziehen, um sich in Wien oder Graz anzusiedeln. Neben einem attraktiveren Mobilitäts- und Bildungsangebot braucht es auch dringend Anreize beim Wohnraum, um jungen Menschen eine Zukunft im Burgenland zu ermöglichen.

„Wir sehen bei der Schaffung von Wohnraum auch die Politik in der Pflicht. Gerade die gemeinnützigen Wohnbauträger leisten bei der Errichtung von geförderten Wohnungen für uns Junge einen wichtigen Beitrag zum leistbaren Wohnen. Auch gemeindeeigener Wohnraum ist ein wichtiges Werkzeug, um Jungen einen Zugang zu Wohnraum zu ermöglichen,“ so Sebastian Steiner.

„Unsere Vorstellung von wirtschaftlicher Sicherheit, gerade für junge Menschen, beruht darauf, dass wir der festen Überzeugung sind, dass jeder Mensch in unserem Land das Recht darauf haben sollte, sich selbst etwas zu schaffen und aufzubauen,“ stellt Sebastian Steiner die Forderung nach Stärkung der Kaufoptionen im öffentlichen Wohnbau. Das Recht auf Eigentum darf im öffentlichen Wohnbau nicht zu kurz kommen. Die Junge ÖVP fordert daher verbesserte Möglichkeiten um sich seine eigene Wohnung selbst erwerben zu können.

Gerade für junge Menschen sind unleistbare Mitpreise leider oft Realität in Österreich. Jugendliche, die sich entscheiden, ein eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden aufzubauen, leiden oft besonders unter den harten Bedingungen am Wohnungsmarkt. „Gerade deswegen fordern wir ein ausgebautes Angebot und konstant leistbare Unterkünfte, besonders für Lehrlinge und Studenten in den Studentenwohnheimen und Internaten,“ unterstreicht Sebastian Steiner die Notwendigkeit von leistbarem Wohnraum.

Umweltschutz muss in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen einen Platz haben. Gerade bei öffentlich gefördertem Wohnbau fordert die Junge ÖVP, dass auch in der Bauwirtschaft ressourcenschonende und umweltfreundliche Projekte umgesetzt werden.