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|   Steiner Thomas

„Echte Mobilitätswende muss vorangetrieben werden!“

Auf den sieben Mobilitätskonferenzen in den sieben Bezirken diskutierten rund 650 Personen über die Herausforderungen der Mobilität im Burgenland. „Unsere Mobilitätskonferenzen sollen konkrete Ideen, aber auch Denkanstöße liefern, wie man diese Herausforderungen mit Hausverstand meistern kann“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner. Dabei ging es nicht nur um die großen, viel diskutierten Infrastrukturprojekte wie die S7, die A3-Verlängerung oder Bahnschleifen, sondern auch um die kleinen, konkreten Maßnahmen direkt vor der Haustüre der Bürger. „Hier geht es nicht nur um gute Verbindungen, sondern auch um Lebensqualität und Lebenschancen für uns und für unsere Kinder“, so Landesgeschäftsführer Christoph Wolf. Mobilität muss sicher, leistbar, bequem und klimagerecht sein.

„Die Mobilität stellt Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wir müssen das in der Zukunft besser machen, als in der Vergangenheit. Andere Bundesländer, wie etwa Vorarlberg, sind uns hier meilenweit voraus“, so Steiner. Das haben auch die Inputs der Experten gezeigt. Sie haben den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum als die wichtigste und dringlichste Maßnahme definiert. Während im Burgenland etwa nur sieben Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, sind es in Vorarlberg doppelt so viele – und werden noch mehr. „Die beiden Länder kann man natürlich nicht 1:1 vergleichen, aber der Unterschied ist: Die Vorarlberger haben eine klare Strategie und den politischen Willen, hier im wahrsten Sinne weiterzukommen“, so Steiner. Beides braucht es auch im Burgenland. „Die Volkspartei hat die Mobilität als eines ihrer Kernthemen definiert und die Diskussionen bei den Mobilitätskonferenzen geben uns recht, dass das ein Thema ist, das den Menschen unter den Fingernägeln brennt“, so Steiner. Dabei wurden die regionalen Unterschiede klar. Im Norden ging es vor allem um die Auswirkungen von zu viel Verkehr, im Süden vor allem auch um die Schaffung von ordentlichen Verbindungen. „Unser Burgenland-Bus könnte dabei überall ein Lösungsansatz sein. Es darf nicht sein, dass man von einer Gemeinde nicht öffentlich zur Apotheke in die Nachbargemeinde kommt. Und es darf auch nicht sein, dass die Pendler alle mit dem Auto zum Bahnhof fahren müssen“, so Steiner, der weiter betont: „Denn Studien zeigen: Sitzen die Menschen einmal im Auto, dann bekommt man sie nur mehr schwer raus. Wir müssen die Menschen also schon so nah wie möglich am Wohnort mit den Öffis abfangen. Das geht mit unseren Burgenland-Bussen.“ Rund 10 Millionen Euro aus dem Landesbudget wären für eine flächendeckende Umsetzung notwendig. Steiner weiter: „Das muss uns dieses Plus an Lebensqualität und Klimaschutz wert sein.“

Wolf: Sachliche Diskussionen über Parteigrenzen hinweg

Als Vortragender und Input-Geber standen in allen Bezirken Experten von „klimaaktiv“ bzw. dem Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus zur Verfügung sowie regionale Experten aus der Transportbranche. Bei den Diskussionen ging es vor allem auch um saubere Mobilität, Mobilität als Faktor im Klimaschutz und Bewusstseinsbildung. Nach der Podiumsdiskussion stellten sich die Diskutanten den Fragen und Anregungen aus dem Publikum. „Und diese Möglichkeit wurde rege genutzt. Die Teilnehmerrunde war erfreulicherweise sehr bunt und unterschiedlich. Aus unterschiedlichen Parteien, vom Bürgermeister bis zum Lehrling, der seinen Weg zur Ausbildungsstätte verbessern will“, so Wolf.

„Es war überall eine sachliche Diskussion über alle Parteigrenzen hinweg“, freut sich Wolf über den Erfolg der Veranstaltungsreihe. Auch der Zwist zwischen Wirtschaft und der Volkspartei, den die SPÖ herbeireden wollte, den gibt es nicht. Wolf dazu: „Auf jeder Diskussionsrunde war ein Vertreter der Transportwirtschaft der Wirtschaftskammer am Podium und viele Unternehmer unter den Teilnehmern. Für uns ist klar: Ein Konzept wie der Burgenland-Bus kann nur mit einem professionellen Partner aus der Wirtschaft flächendeckend umgesetzt werden. Wir wissen, dass der Staat meist ein schlechter und teurer Unternehmer ist.“

Darüber hinaus ging es um viele lokale Probleme und Herausforderungen für die Verkehrsteilnehmer: Fehlende Park&Ride Anlagen, überfüllte Schülerbusse, Zugtaktungen, Carsharing in den Gemeinden, andere lokale und regionale Projekte, aber auch um die großen Strukturprojekte wie den A3-Ausbau. Wolf dazu: „Hier stehen wir als Volkspartei nach wie vor zu dem von uns initiierten Beschluss des Landtages: Ohne die Zustimmung der Gemeinden geht gar nichts.“ Dabei war dieser Antrag für die Volkspartei die Minimallösung. Wolf erklärt: „Wäre es nach uns alleine gegangen, müsste die gesamte Bevölkerung der Anrainergemeinden mit einer Volksbefragung eingebunden werden. Rot-Blau reichte der Entscheid der politischen Vertretung der Gemeinde.“

Wolf: Sachliche Diskussionen über Parteigrenzen hinweg