Zum Inhalt springen
Fazekas_1200x600px.jpg

Fazekas zu Volksgruppen: „Vielfalt als Stärke verstehen!“

Österreich könnte mehr für den Schutz, die Achtung und Förderung seiner geschützten Minderheitensprachen tun – das hat eine Prüfung der österreichischen Umsetzung der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen ergeben. Die Gesamtsituation hat sich seit 2012 nicht wesentlich verändert. „Gerade für das Burgenland ist dieser Umstand nicht zufriedenstellend. Hier muss rasch gehandelt werden, denn wir laufen der Gefahr unsere Identität zu verlieren“, erklärt ÖVP-Volksgruppensprecher Patrik Fazekas.

Die sprachliche und kulturelle Vielfalt im Burgenland ist nicht nur eine Bereicherung, sondern auch eine Chance für viele junge Menschen. „Gerade in einem gemeinsamen Europa der Sprachenvielfalt, bedeutet jede Sprachkenntnis bildungsmäßige, aber auch berufliche Chancen im Ausland“, betont der ÖVP-Volksgruppensprecher.

Leider sind wir aber mit dem Umstand konfrontiert, dass die Vermittlung der Volksgruppensprachen immer schwieriger wird. „Die Gründe dafür sind einerseits, dass in vielen Familien nur mehr ein Elternteil die Volksgruppensprache beherrscht. Andererseits trägt auch die demografische Entwicklung dazu bei, dass Menschen aus beruflichen und persönlichen Gründen die Heimat verlassen und damit auch die Volksgruppen-Wurzeln verloren gehen“, erklärt Patrik Fazekas. Damit unsere Volksgruppensprachen auch zukünftig bestehen können, braucht es Maßnahmen im Bereich der Bildung. „Ziel muss es sein die Mehrsprachigkeit in Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten zu forcieren – auch außerhalb des Burgenlandes“, ist Fazekas überzeugt. 

Seitens der Bundesregierung ist ein erster wichtiger Schritt gesetzt worden. Die Fördermittel der Volksgruppen sollen künftig bereits vor dem Sommer ausbezahlt werden. „Das ist eine wichtige Erleichterung für viele Vereine“, so Fazekas abschließend.