Zum Inhalt springen
Foto_PK_Dialog_Pflegen_Organisation_der_Pflege_als_Herausforderung.jpg
|   Gesundheit

Dialog Pflegen: Organisation der Pflege als Herausforderung

Pflege muss nachhaltig gesichert werden, weil der Bedarf einer professionellen und menschlichen Pflege jeden von uns betreffen kann. „Wir müssen dringend handeln: Im Burgenland muss das Altern in den eigenen vier Wänden möglich sein“, beschreiben

ÖVP-Seniorensprecher Rudolf Strommer und Landesobmann Kurt Korbatits, sowie Stellvertreter Matthias Heinschink die aktuelle Situation. Der Seniorenbund gibt mit einer Infobroschüre Hilfestellung für alle Betroffenen.

Strommer: Pflege als Herausforderung 

„Es muss für jeden möglich sein, zu Hause - in der gewohnten Umgebung - alt werden zu können“, betont Seniorensprecher Strommer und ergänzt: „Wir stehen im Pflegebereich vor einer großen Herausforderung im Burgenland“. Die Volkspartei führt deswegen seit Langem in regelmäßigen Abständen Gespräche mit Experten und Betroffenen.

Aktuell sieht die Zahl der zu pflegenden Personen wie folgt aus: Über 6.000 Personen über 60 Jahre beziehen im Burgenland Pflegegeld der Stufen 4 bis 7. Hierbei erfolgt die Betreuung 

-       von fast der Hälfte (45%) durch die Angehörigen zu Hause

-      in 7% der Fälle mit Unterstützung von mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten

-      von 20% durch Pflegekräfte in den eigenen vier Wänden 

-       von 28% in Pflegeheimen.

„Nicht nur die Angehörigen brauchen die entsprechende Unterstützung, damit die Pflege zu Hause machbar ist“, erwähnt Strommer, „auch Infrastrukturen und Regelungen seitens des Landes müssen gegeben sein, damit entweder professionelle Pflegekräfte mit klar definierten Qualitätskriterien herangezogen werden können oder damit die Pflege im Alten- oder Pflegeheim machbar ist.“

Dazu hat die ÖVP einen Antrag in den Landtag eingebracht. „Damit die Landesregierung in diesem Bereich endlich tätig wird“, so Strommer und ergänzt: „die Entschließung zu einem Gesamtkonzept zur Unterstützung, Betreuung und Pflege ist längst überfällig.“

Korbatits: seriöse Einrichtungen und Unterstützung für pflegende Angehörige 

Angehörige von alten, zu pflegenden Personen leisten immense Arbeit für die ältere Generation.

„Dies ist oft mit dem Berufsleben nur schwer vereinbar, sofern die Pflege überhaupt in den eigenen vier Wänden erfolgen kann“, hebt Seniorenbund-Landesobmann Korbatits hervor.

Ein weiteres Problem seien die unterschiedlichen Pflegeleistungen von diversen Einrichtungen. „Angebote für die 24-h-Betreuung zu Hause gibt es viele, allerdings mit ungleichen Leistungen und Kosten“, erwähnt Korbatits. Einen Eindruck zu erhalten, ist erst in der täglichen Arbeit möglich. „Nicht immer stimmen die Qualifikationen der Pflegekräfte mit den Bedürfnissen der Pflegebetroffenen überein“, kritisiert Korbatits und fordert „ein vergleichbares Kriterium.“ Werden Personen in Alters- oder Pflegeheimen versorgt, ist dies für die Folgegeneration auch eine organisatorische Hürde. „Darum wollen wir Kontaktdaten im Pflegebereich zur Verfügung stellen“, erwähnt Korbatits.

 

 

Heinschink: konkrete Hilfestellung für Betroffene

 

Für pflegende Angehörige ist in erster Linie die jeweilige Bezirksverwaltungsbehörde zuständig, jedoch trifft man im konkreten Fall oftmals auf Überschneidungen oder Lücken. „Hier möchten wir Abhilfe schaffen und haben deswegen eine Übersicht mit wichtigen Ansprechpartnern im Pflegebereich erstellt. Aufgelistet werden nicht nur Stellen für inhaltliche und finanzielle Hilfe, sondern auch konkret eine Übersicht über alle Pflege- und Altersheime im Burgenland“, hebt Heinschink hervor und betont weiter: „Die Auflistung wird an alle 12.000 Mitglieder des Seniorenbundes verteilt.“ Auf Wunsch kann diese Information auch im Büro des Burgenländischen Seniorenbundes unter 02682 – 799 44  bzw. unter office.osboevp-burgenlandatangefordert werden.