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Artikel für den Internen Bereich 1

„Wir müssen für eine ordentliche, sinnvolle Dezentralisierung die gesamte Landesverwaltung unter die Lupe nehmen. Nur so können wir eine strukturelle Stärkung unserer Regionen vorantreiben“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner. Das geht nicht mit punktuellen, anlassbezogen Einzelmaßnahmen, etwa wenn eine Behörde oder ein Amt aus allen Nähten platzt oder woanders Räumlichkeiten freiwerden. „Da agiert die Landesregierung derzeit viel zu zögerlich und kurzsichtig. Wir brauchen einen langfristigen Gesamtplan für die Regionen und die Mitarbeiter“, so Steiner.

„Es geht dabei aber nicht nur um Bürgernähe und die Stärkung ohnehin benachteiligter Regionen, etwa im Mittel- und Südburgenland, sondern auch durch wohnortnahe Jobs um  mehr Lebensqualität für die Mitarbeiter“, erklärt Steiner. Im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung könnten darüber hinaus Teleworking weit mehr forciert werden. „Wir können aus dem digitalen Wandel Vorteile für das ganze Land und die Menschen ziehen. Die Digitalisierung gibt uns die Chance auch bei den Arbeitsmodellen neue Wege zu gehen“, so Steiner. Natürlich müssen dabei die Wünsche der derzeit beschäftigten Mitarbeiter berücksichtigt werden, sodass jede Änderung für diese nur freiwillig erfolgen sollte. Für Neuaufnahmen ist ein dezentraler Arbeitsplatz jedenfalls kein Problem.

Insgesamt braucht es dafür ein klares Konzept der Landesregierung mit Antworten auf die Fragen:

·      Welche Bereiche oder Teilbereiche der Verwaltung können dezentralisiert werden?

·      Wieviele Arbeitsplätze können dezentralisiert werden?

·      In welche Regionen/Gemeinden können Arbeitsplätze verlagert werden?

·      Welche infrastrukturellen Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden?

·      Wie sieht der Zeitplan aus?

Unsere Nachbarn machen es vor: In Niederösterreich sollen zwischen 2018 und 2022 insgesamt 500 Arbeitsplätze in die Regionen des Landes verlegt werden. Dort hat die Landesregierung eine klare Strategie und einen Maßnahmenplan erarbeitet. „Diese zögerliche, kurzsichtige Politik muss ein Ende haben, sonst hinkt das Burgenland auch in diesem Bereich den anderen Bundesländern hinterher.“ Die Volkspartei Burgenland hat schon einige Male konkrete Vorschläge gemacht und entsprechende Anträge vorgelegt. Ein weiteres Mal schlägt Steiner von, einen Landesausschuss unter Beteiligung aller im Landtag vertretenen Parteien, Personalvertretern und Experten vor, um endlich in die Gänge zu kommen.