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|   Wissenschaft/Foschung

Arbeitswelt – Digitale Diagnose

Der Weg zur digitalen Evolution, der digitale Wandel, wird schwerwiegend und fortwährend sein. Schon jetzt wird er mit der industriellen Revolution verglichen, in der die Dampfmaschine die Basis für die Eisenbahn und für zahlreiche weitere Innovationen bildete. Als Ergebnis des aktuellen Wandels werden monotone, sich wiederholende Tätigkeiten vermehrt auf Roboter übertragen werden. Know-how rückt daher als ein immer wertvolleres Kapital in den Fokus, um am Arbeitsmarkt überhaupt noch bestehen zu können.

 

Die Arbeitskraft von heute

Millennials, wie Mitglieder der „Generation Y“ genannt werden, sind bestens ausgebildet. Als erste im digitalen Umfeld aufgewachsen haben sie drei gemeinsame Merkmale: Sie sind auf der Suche nach sinnstiftender Arbeit, schätzen eine gute Unternehmenskultur und fordern Karriereperspektiven ein. Die Balance zwischen Beruf und Freizeit wird wichtiger als Einkommen und Prestige. Die größte Veränderung tritt in der Mobilität der Arbeitnehmer und der Daten auf. Menschen sind nicht mehr an einen Ort oder an eine Zeit gebunden. Sie arbeiten zukünftig dort, wo sie gerade sind, und dann, wann auch immer sie wollen.

Die großen Trends der derzeitigen Arbeitswelt

Entwicklungen und Trends erfordern genaue Beobachtung. Und parallel dazu die Aufbereitung eines kraftspendenden Bodens. Denn dies schafft die Voraussetzung dafür, zur richtigen Zeit die unentbehrlichen Rahmenbedingungen zu gestalten, die für ein fruchtbares Wirtschaften erforderlich sind.

  • Beschleunigte Landflucht: Immer mehr Menschen ziehen in städtische Gebiete. Die Herausforderung der Städtepolitik liegt darin, Projekte wie „Smart Citys“, entsprechende Infrastrukturen und günstiges Wohnen auf Schiene zu bringen.
  • Klimawandel & Ressourcenmangel: In hoher Geschwindigkeit verdoppelt sich die Wasser- und Energienachfrage auf der Erde.
  • Demografischer Wandel: Es wird nach neuen Talenten gesucht, unsere Gesellschaften entwickeln sich regional unterschiedlich. In Zukunft stehen uns Probleme im Gesundheits-, Versorgungs- und Pflegebereich bevor.
  • Verschiebung der Wirtschaftsmächte: Entwicklungsländer werden rasch aufholen, 
    Talente, Innovationen und Kapital werden noch mobiler und treten weltweit in noch stärkere Konkurrenz.
  • Technologischer Fortschritt: Niemals zuvor gab es derart viele Innovationen. Rasche Entwicklungsschübe führen zu stärker gefragter Flexibilität. Fakt ist jedoch, dass Fragen der Ethik und der Werte im Wirtschaftssystem nicht durch technischen Fortschritt ersetzt werden können.

Arbeitswelt

Wir arbeiten morgen in Jobs, von denen wir heute noch nicht wissen, wie sie aussehen werden. Die Arbeitswelt stellt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Unternehmer vor neue Herausforderungen, denn sie steht vor einem Umbruch. Vorangetrieben durch die Digitalisierung ergeben sich Veränderungen für beide Seiten – und machen diese dadurch zu einem gemeinsamen Projekt. Arbeitsschritte werden nachvollziehbar, kontrollierbar und transparent. Die Folge daraus: ein hohes Maß an Selbstorganisation, höhere Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein Wandel der Fabriken weg von einfachen Produktionsstätten. Die Arbeitslebenszeit wird von Auszeiten unterbrochen, Phasen der Teil- und Vollzeitarbeit werden sich abwechseln und die klassische Abfolge Schule-Ausbildung-Beruf-Pension wird nicht mehr der Regelfall sein. Die Gesellschaft entwickelt sich von einer Informationsgesellschaft hin zu einer Wissensgesellschaft, eine Veränderung, auf die sich auch die Arbeitswelt einstellen wird.

Wir befinden uns also inmitten eines sich verändernden Arbeitsmarktes. Aber wir bereiten uns kauf darauf vor. Beschäftigungsformen wie Solo-Freiberufler, Designer-Minijobs, Freelancer-Portale oder App-gestützte Dienste werden weder im Arbeitsrecht noch in der Gewerbeordnung zufriedenstellend und lebensnah abgedeckt. Flexibilität und zeitgemäßes Handeln sind auch in Sachen Kollektivverträge und Gewerkschaften gefragt. Hier gilt es, Sichtweisen und Blickwinkel zu verändern, um einem ausgeweiteten Personenkreis wirkungsvolle Vertretung zu bieten.

 

Die Chancen der Digitalisierung dürfen nicht verschlafen werden. „Der digitale Markt kann ein riesiger Wachstumsfaktor sein und viele neue Jobs schaffen. Dazu müssen Chancen wahrgenommen und Weichen rechtzeitig gestellt werden“, sind sich die ÖVP-Mandatare einig.

  1. Chance: Starkes Internet in jeder Ortschaft
    • Starkes Internet: Im Jahr 2020 soll es in jedem Haushalt des Burgenlandes Internet mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/Sekunde geben.
    • Öffentliche Hotspots: In öffentlichen Gebäuden und an öffentlichen Plätzen des Burgenlandes soll es im Jahr 2020 frei zugängliches WLAN geben.
    • Moderne Bauordnung: Verankerung einer Breitbandleitung in der Bauordnung für den öffentlichen und geförderten Wohnbau.
  2. Chance: E-Government ausbauen
    • Online-Behördenwege ermöglichen und mittelfristig verpflichten (Antragstellung, Bescheidzustellung, Beschwerden, etc.)
    • Das Burgenland soll eine Musterregion für E-Government werden.

Unsere Forderung zur digitalen Diagnose finden Sie unter: www.oevp-burgenland.at/digitalediagnose