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|   Güssing

Den Bezirk Güssing stärken. Jetzt!

Der Bezirk Güssing steht vor vielen Herausforderungen. Aktuelle Statistiken zeigen: Menschen wandern ab, weil sie keine Perspektiven haben. „Als starke Alternative wollen wir das Südburgenland, vor allem aber den Bezirk Güssing, stärken und unterstützen“, sind Landtagsabgeordneter Walter Temmel und Güssings Vizebürgermeister Alois Mondschein überzeugt. Eine Verbesserung der Mobilität und eine Attraktivierung der Burg Güssing ist dringend notwendig. Das Südburgenland hat viele Qualitäten. Dennoch kämpfen vor allem die Bezirke Güssing und Jennersdorf mit einer massiven Abwanderung. Laut Statistik Austria ist die Anzahl der Einwohner im Bezirk Güssing vom Jahr 2003 von 26.652 um 746 auf 25.906 im Jahr 2018 gesunken – in Prozent sind das -2,8 Prozent. In der Bezirkshaupstadt Güssing ist die Situation noch dramatischer: -4,8 Prozent. Landtagsabgeordneter und Bezirksparteiobmann Walter Temmel ortet einen dringlichen Handlungsbedarf bei der rot-blauen Landesregierung. „Obwohl wir seit längerem mit der Abwanderung kämpfen, gibt es weiterhin keine Initiativen von Rot-Blau, um das Südburgenland endlich zu stärken“, erklärt Temmel. Nur einen Südburgenland-Manager einzusetzen, ist zu wenig. „Es braucht vielmehr nachhaltige Investitionen im Südburgenland. Doch die SPÖ agiert planlos und zögerlich zum Schaden der ganzen Region“, kritisiert Temmel. Die rot-blaue Landesregierung hat vieles im Süden erreicht – leider immer zum Nachteil für die Bevölkerung: Die Gynäkologie in Güssing wurde geschlossen und der versprochene Ausbau der Orthopädie im Krankenhaus Güssing auf unbestimmte Zeit vertagt. Auch die Internatskosten in der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing werden laut einem Zeitungsbericht der Krone um mehr als 20 Prozent erhöht. „Das gleicht einer Standortschwächung“, kommentiert Temmel die Vorgehensweise der Landesregierung. Temmel fordert, dass sich die Regierung endlich zum Südburgenland bekennt und Ressourcen zur Verfügung stellt. „Das Waldviertel und das Steirische Vulkanland sind gute Beispiele, wie aus einer wirtschaftlich schwachen Abwanderungsregion ein starker Wirtschaftsstandort mit genügend Arbeitsplätzen und Perspektiven werden kann. Die Ideen gibt es, aber für die Umsetzung brauchen wir dringend mehr finanzielle Mittel. Wir fordern ein Sonderbudget für den Süden und speziell den Bezirk Güssing um Schwächen auszugleichen“, so Temmel. Temmel: „Bessere Mobilität für eine starke Region“ Eine zentrale Forderung für das Südburgenland ist einmal mehr der Ausbau der Mobilität. „Dabei reden wir nicht über den Ausbau des öffentlichen Verkehrs von den Gemeinden in die Bezirkshauptstadt oder in die Landeshauptstadt, sondern auch vom schnellen Internet“, erklärt Temmel. Konkret schlägt die Volkspartei Güssing zwei Punkte vor. „Für den Breitbandausbau soll eine Landesgesellschaft gegründet werden, die sich um die Finanzierung von schnellem Internet kümmert. Beim öffentlichen Verkehr wollen wir die Dotierung des Personennahverkehrs deutlich erhöhen. Die Deckelung bei dieser Förderung von 30.000 Euro für mehrere Gemeinden muss aufgehoben werden“, sagt Temmel. Mondschein: „Echte Impulse für Museen und Burg Güssing“ Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Ausbau des Tagestourismus. Güssing hat vor allem durch die Burg und die Museen geschichtlich viel zu bieten. „Die Burg ist weit sichtbar im Südburgenländischen Hügelland und steht im Mittelpunkt der Stadt. Als Wahrzeichen der Stadt müssen wir die Burg als Chance für den Standort Güssing nutzen“, betont Mondschein. Die Volkspartei bringt dazu einige Vorschläge ein. „Wir wollen unsere Burg als Kinderburg etablieren“, erklärt Mondschein. Es soll Kinderritterspiele, Kinderführungen und –feste geben. Der Vizebürgermeister kann sich viel mehr für die Burg vorstellen: Ritterturniere, regelmäßige Sonderausstellungen, Aktivierung der Vinothek. „Die Möglichkeiten sind vielfältig, wir brauchen echte Impulse für die Burg Güssing“, unterstreicht Mondschein und ergänzt: „Die Burg könnte sich auch als Hochzeits- und Taufburg etablieren.“ Ein erster Schritt wäre es, die bestehenden Mängel zu beheben. „Sicherungsmaßnahmen gegen Steinschlag, eine neue Beleuchtung und ein Marketingkonzept müssen endlich angegangen werden. „Neben den bereits erwähnten, nachhaltigen Ausbau des Rathauses und der Errichtung eines Stadtparkes bringen wir neue Vorschläge ein, um den Wirtschafts- und Tourismusstandort Güssing nachhaltig zu stärken“, so Mondschein abschließend.