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|   Jennersdorf

Bezirk Jennersdorf darf nicht ausgehungert werden

Erneut gibt es Gerüchte um eine Schließung der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf. Personalversetzungen nach Güssing und der fehlende Schwerpunkt in der BH Jennersdorf seien Anzeichen: „Sind hier erneut Arbeitsplätze in Gefahr? Wird hier wieder einmal in Jennersdorf eingespart?“, so die Befürchtungen der Bevölkerung. Die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf verwaltet rund 18.000 Einwohner mit derzeit 30 Bediensteten. Personalvertreterin Michaela Pumm und Landtagsabgeordneter Bernhard Hirczy setzen sich für den Erhalt der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf ein: „Bereits aus der Vergangenheit wissen wir, dass Versprechungen der Landesregierung nichts wert sind.“

Die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf wurde unlängst saniert. Gerüchte, diese könnte bald geschlossen werden, gab es immer wieder. Durch die Einführung eines Straffvollzugs-Schwerpunkts in der BH Güssing werden in den nächsten Wochen drei Mitarbeiter aus Jennersdorf nach Güssing wechseln. „All diese Vorgänge sind für uns ein Alarmzeichen. Es geht darum, dass Arbeitsplätze, aber auch eine wertvolle Serviceeinrichtung in Jennersdorf erhalten bleibt. Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen weiterhin die Angebote in Jennersdorf finden und nicht nach Güssing pendeln müssen“, fordert Hirczy.

„Wir setzen uns für den Erhalt unserer Bezirkshauptmannschaft ein! Wenn Mitarbeiter nach Güssing wechseln, benötigen wir wieder geeignetes Personal aus dem Bezirk Jennersdorf“, so Michaela Pumm, Personalvertreterin der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf, die weiter ergänzt: „Wir sind personell bereits jetzt am Limit. Mit dieser Personalrochade wird der Verwaltungsstandort Jennersdorf massiv geschwächt. Außerdem gibt es kein Konzept und keinerlei Information, wie die Abgänge kompensiert werden“.

Die Geschichte zeigt, dass Landeshauptmann-Garantien im Burgenland keine Sicherheit sind:

Parallelen zu der zwei Jahre zurückliegenden Schließung des Bezirksgerichts Jennersdorf sind erkennbar. Dieses wurde damals vom SPÖ-Landeshauptmann Nießl geschlossen, obwohl dieser damals noch ein Veto-Recht hatte. „Auch damals hieß es, das Bezirksgericht Jennersdorf wird nicht geschossen. Auch damals hieß es, dass die sieben Bezirkshauptmannschaften eigenständig bleiben. In Jennersdorf gibt es bereits die abgespeckte Form einer BH“, erklärt Hirczy und ergänzt: „Es sieht so aus, als ob SPÖ und FPÖ bereits am Ende der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf arbeiten.“

Nach den Erfahrungen um die Schließung des Bezirksgerichts Jennersdorf zeige man sich skeptisch. „Wir fordern mehr Personal für den Standort Jennersdorf, einen eigenen Schwerpunkt für unsere BH und zusätzlich eine vernünftige Politik von Seiten der SPÖ und FPÖ mit einem Bekenntnis zum ländlichen Raum und zum Standort Jennersdorf!“, erklären Michaela Pumm und Bernhard Hirczy und fordern: „Die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf darf nicht ausgehungert werden!“