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Bild von links: Christian Sagartz und Andreas Feiler vor dem KUZ Mattersburg
|   Mattersburg

3 Fragen zum KUZ „light“

Geschlossen seit 2014 hat sich das Kulturzentrum Mattersburg zum einem SPÖ-Planungschaos entwickelt. „Auch nach dem Neustart durch Landesrat Doskozil und der Präsentation der Neuge-staltung, bleiben weiterhin Fragen offen“, erklärt Bezirksparteiobmann Christian Sagartz. ÖVP-Stadtparteiobmann Andreas Feiler kritisiert, dass die Parteien im Gemeinderat nicht eingebunden wurden.

Zu den Fakten: Seit vier Jahren ist das KUZ Mattersburg geschlossen. Die SPÖ hat 2014 einen Neubau präsentiert, nach Protesten einer Bürgerplattform und aller Oppositionsparteien wurde eine Kompromissvariante vorgestellt. Der ehemalige Landesrat Bieler machte bekannt, dass die „wesentlichen Merkmale“ des KUZ erhalten bleiben sollten, ohne diese zu definieren. Wegen der intransparenten Vorgehensweise hat sich in Folge die Architektenkammer von der Art der Ausschreibung distanziert, die Bürgerplattform hat aus Protest ihren Platz in der Jury zurückgelegt. Dann wurde versprochen, die Architektur und die Saalkapazitäten zu erhalten.

 

Nach Protesten, sowie dem Rücktritt von Bieler, hat der neue Landesrat Doskozil einen Neustart angekündigt. „Was viele von Anfang an befürchtet haben, hat sich leider bewahrheitet: Weder die Bausubstanz noch die Saalkapazitäten bleiben im neuen Kulturzentrum erhalten. Nach all den vollmundigen Ankündigungen und dem Neustart durch Doskozil bleibt wenig von den ursprünglichen Plänen übrig“, bemängelt Sagartz und ergänzt: „Was vom alten KUZ bleibt, sind viele offene Fragen.“

 

·        Warum werden die Mattersburger mit einem KUZ „light“ abgespeist?

Die SPÖ hat den Neubau des KUZ trotz Protesten der Bürgerinitiative und der Opposition verteidigt. Grund dafür war, den Veranstaltungsaal in der gegebenen Größe zu erhalten. „Es ist eine Blamage für die SPÖ, anstatt der angekündigten 600 Sitzplätze gibt es nur mehr 350. Damit wird das KUZ für Events, Kongresse und Tagungen unattraktiv – das schreibt sogar Doskozil selbst in einer schriftlichen Anfragebeantwortung“, so Sagartz.

 

·        Warum geben sich Salamon und Illedits mit dieser “Light“-Variante zufrieden?

Verwunderlich ist auch, dass die SPÖ Mattersburg zwei ranghohe Funktionen in der Landes-SPÖ einnimmt und sich trotzdem mit einem KUZ ‚light‘ zufrieden gibt. Offensichtlich sind Illedits und Salamon der Erhalt ihrer Ämter wichtiger als die Aufwertung des Standortes Mattersburg.

 

·     Wie sinnvoll ist es, dass es in Zukunft drei Veranstaltungslocations mit derselben Größe in Mattersburg geben wird?

Die Bauermühle fast 300 Sitzplätze, der Festsaal im neu geplanten Rathaus soll um die 300 Plätze haben und auch das KUZ ‚light‘ wird nun mit rund 350 Plätzen ausgestattet. „Drei gleich große Veranstaltungsräume in einer kleinen Stadt umzusetzen, zeigt einmal mehr die Planungslosigkeit der SPÖ – der Synergieeffekt ist gleich null.“

 

All diese Fragen bleiben offen. „Wir fordern Landesrat Doskozil und seine SPÖ auf, unsere Fragen zu beantworten. Mattersburg kann sich mit diesem KUZ ‚light‘ nicht zufrieden geben. Auch der Schwerpunkt Literatur täuscht niemanden über diese peinliche Blamage hinweg“, so Sagartz.

 

Feiler: SPÖ verweigert Mitspracherecht

Auch der ÖVP-Stadtparteiobmann Andreas Feiler übt Kritik am KUZ ‚light‘. „In Zukunft werden wir drei gleich große Veranstaltungssäle in Mattersburg haben. Das ist das Ergebnis der SPÖ-Alleinherrschaft in unserer Stadt. Obwohl Bürgermeisterin Salamon immer betont, alle Parteien miteinzubeziehen, zeigt sich an diesem Beispiel, dass das schlichtweg nicht stimmt“, erklärt Stadtparteiobmann Andreas Feiler, der eine Diskussion und einen Beschluss im Gemeinderat zum geplanten Neubau des KUZ ‚light‘ fordert.

 

„Wir freuen darüber, dass wir ein Literaturhaus und die Landesbibliothek bekommen, für den großen Tourismus wird das nicht reichen“, klärt Feiler auf und ergänzt: „Auch die Suche nach einem Gastronomen wird sich bei dieser Bauweise als schwierig erweisen.“ Der Veranstaltungssaal fällt kleiner aus und ist somit für große Events unattraktiv. Aber genau das wäre ein Kriterium für eine ganzjährige Gastronomie.“

 

#vpb