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|   Jennersdorf

20 Prozent mehr Arbeitslosigkeit: dringender Handlungsbedarf!

Burgenlandweit erfreut man sich an weniger Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr. 225 Personen mehr sind in Beschäftigung als noch im August letzten Jahres. Negativer Ausreißer in der Statistik ist der Bezirk Jennersdorf, wo die Arbeitslosigkeit um 19,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahrsmonat gestiegen ist. „In den letzten zwei Jahren gingen in der Stadt Jennersdorf rund 300 Arbeitsplätze verloren“, kritisiert Bernhard Hirczy und fordert: „Es muss nun rasch gehandelt werden, der südlichste Bezirk darf nicht vergessen werden!“

Betriebsschließungen und Abwanderung führten über die letzten Monate zu ständig steigenden Arbeitslosen im Bezirk Jennersdorf. Auch viele kleine Betriebe in der Region haben geschlossen, wie zum Beispiel die Firma Libro im Jennersdorfer Stadtzentrum. „Dies waren wichtige Arbeitsplätze für uns Jennersdorfer“, betont Hirczy, der seit langem die beschönigten Arbeitsmarktzahlen kritisiert. Die teilweise positiven Daten der letzten Jahre waren nur aufgrund der Betriebe in der Steiermark möglich, wo besonders viele Menschen aus dem Burgenland eine Beschäftigung gefunden haben. Größte Beispiele: die Firma Magna oder Betriebe in Gleisdorf und Feldbach.

Der aktuelle Anstieg um knapp 20 Prozent zeigt, dass dringend Handlungsbedarf besteht. „Hätten einige Betriebe nicht rasch gehandelt, wäre der Anstieg noch extremer!“, so Hirczy, der erklärt: „Arbeitsplätze gerettet hat Stefan Tasch mit seiner Firma Lumitech, nachdem Tridonic massiv Personal abgebaut hat. Arbeitsplätze wurden auch bei der Firma Lenzing in Heiligenkreuz geschaffen. Den Standort absichern wird die Firma Kastner in Jennersdorf und somit wichtige Arbeitsplätze sichern.“ Ebenfalls ein Garant für Arbeitsplätze sind die – im Bezirk besonders hervorragende – Gastronomie und der Tourismus. Initiativen für Lehrlinge würden ebenfalls einen positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt im Bezirk bewirken.

Dennoch fehlen Initiativen seitens des Landes, um den Arbeitsmarkt in Jennersdorf auf lange Sicht zu stabilisieren, gerade wenn die Hochkonjunktur endet. „Es braucht konkrete Maßnahmen und einen langfristigen Plan, um die ständig steigernde Arbeitslosigkeit abzuwenden“, so Hirczy abschließend.