Hochwasserschutz Burgenland - Stand 2009
„Der Schutz des Burgenlands vor Hochwasser ist mir ein primäres Anliegen. Mein Ziel ist es, einen flächendeckenden Hochwasserschutz vor 100jährlichen Hochwasserereignissen im Burgenland zu erreichen. Dieses Ziel soll in spätestens 10 Jahren verwirklicht werden. Erstmals liegt ein Entwurf vor, der anhand von Wasseranschlagslinien sämtliche notwendige Schutzbauten im gesamten Burgenland aufzeigt. Dadurch können auch die voraussichtlichen Kosten für ein hochwassersicheres Burgenland abgeschätzt werden“, erläutert Landesrat Falb-Meixner.
Rund 120 Millionen Euro für den Hochwasserschutz notwendig
Aus der heutigen Sicht ist der Schutz der burgenländischen Siedlungsgebiete vor 100jährlichem Hochwasser durch 93 Schutzbauten umsetzbar. Dabei betragen die Kosten dafür rund 120 Millionen Euro. 72 Rückhaltebecken mit einem Kostenaufwand von rund 95 Millionen Euro und 21 so genannte lineare Maßnahmen um 23 Millionen Euro werden für einen flächendeckenden Hochwasserschutz sorgen. In den letzten 10 Jahren wurden 100 Millionen Euro im Burgenland in Hochwasser-Schutzmaßnahmen investiert. Für die Errichtung der Schutzanlagen stehen neben den Landes- und Gemeindemitteln auch Bundesmittel zur Verfügung. Seit 2005 hat der Bund knapp 30 Mio. Euro für Investitionen in den Hochwasserschutz im Burgenland bereitgestellt.
Rasch bauen – langfristig finanzieren
„Derzeit verhandeln wir langfristige Finanzierungsmodelle um den flächendeckenden Hochwasserschutz im Burgenland so rasch wie möglich zu realisieren“, erklärt Falb-Meixner.
190 Rückhaltebecken bereits errichtet
Falb-Meixner: „Seit 1980 wurden im Burgenland 190 Rückhaltebecken errichtet, 28 befinden sich derzeit im Planungsstadium bzw. in der Bauphase. Durch den Bau dieser Anlagen konnten im Burgenland 77 Siedlungen bis zu einem Jahrhundertereignis (HQ 100) abgesichert werden. Die Größe der Anlagen reicht von 1 bis 100 ha.“









