Burgenland und NÖ begeben sich auf kulturtouristische Spurensuche
Österreich blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. „Der Kulturtourismus ist daher ein wichtiger Bestandteil unserer Tourismusstrategie, denn er bringt Dynamik und zusätzliche Wertschöpfung ins Land. Gerade der pannonische Raum verfügt über vielfältige historische und kulturelle Potenziale, die es zu nutzen gilt. Genau darauf zielen die Kooperationsprojekte mit Niederösterreich im Zuge der Landesausstellung 2011 ´Erobern und Entdecken´ im Römerland Carnuntum ab“, so LHStv. Franz Steindl und LR Michaela Resetar.
„Kooperationen über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus bringen enorme Chancen. Das haben wir nicht zuletzt durch die erfolgreiche Niederösterreichische Landesausstellung in Horn, Raabs und Telc im Vorjahr gesehen. Auch wenn die Landesschau im nächsten Jahr ausschließlich an drei niederösterreichischen Standorten stattfinden wird, werden sowohl Niederösterreich als auch das Burgenland durch gezielte Kooperationen einen Nutzen aus der Landesausstellung ziehen“, so Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann von Niederösterreich. „Kunst und Kultur sind wichtige Instrumente, um den Bekanntheitsgrad einer Region zu erhöhen und ein nachhaltig positives Image entstehen zu lassen. Neben dem Imagegewinn soll es mit den Kooperationsprojekten aber auch gelingen, neue Gästeschichten anzusprechen, denn die Nachfrage nach Kultur zählt so wie die Gesundheit und Wellness zu den großen Zukunftstrends“, sagt Steindl.
Niederösterreichische Landesausstellung bringt allen was
Die Niederösterreichische Landesausstellung 2011 findet vom 16. April bis 15. November 2011 in der Region Römerland Carnuntum – also gerade in dieser historisch bedeutenden pannonischen Grenzregion – statt. Mit dem Thema „Erobern und Entdecken“ werden Besucher zu einer einmaligen Zeitreise durch die Jahrtausende eigeladen. An drei Standorten, in Hainburg an der Donau, Bad Deutsch-Altenburg und Petronell-Carnuntum erleben sie nicht nur Geschichte, sondern auch eine Region, in der Kultur, Geschichte und Natur in so beeindruckender und unvergleichlicher Weise aufeinander treffen. „Dadurch ergeben sich vielfältige Kooperationsmöglichkeiten zwischen Niederösterreich und dem Burgenland – vor allem im Bereich Tourismus, Kulinarik, Wein und Bildung“, so Steindl. Eine Expertengruppe hat bereits Kooperationsmöglichkeiten erarbeitet und in Programme und Angebote einfließen lassen.
Die Kooperationen im Detail:
Ein ganz neues Kooperationsprojekt ist das „Geo-Caching“ – die grenzüberschreitende Spurensuche per Rad. Es ist eine Art Schatzsuche – wobei nicht mehr Schatzkarten oder Papierschnitzel im Spiel sind, sondern ein GPS-Empfänger. Bei dieser Entdecker-Radtour, das vor allem ein Angebot für die Jugend darstellt, werden touristische Highlights, Sehenswürdigkeiten und Gastronomiebetriebe als Entdeckerpunkte integriert.
Kooperationen sind auch im Bereich Radtourismus geplant.
Schon jetzt erhält man mit der Neusiedler See-Card auch für niederösterreichische Sehenswürdigkeiten wie dem Kaiserliche Festschloss Hof, der Kulturfabrik Hainburg oder dem Archäologischen Park Carnuntum günstigere Eintritte. Diese Zusammenarbeit soll im Zuge der Landesschau vice-versa weiter vertieft werden.
Geplant sind ferner wechselseitige Bewerbungen in Prospekten und Foldern sowie wechselseitige Packages für Gruppen und Individualtouristen.
„Wir wollen kooperieren und nicht konkurrenzieren und so regionalpolitische Impulse für Tourismus, Wirtschaft und Arbeitsmarkt auslösen. Ziel ist, den Tourismus und die Wirtschaft in den Gemeinden zu beleben und die Nächtigungszahlen in den Regionen langfristig zu steigern“, so Steindl und Pröll abschließend.










