Landwirtschaft erhöht lokale Wertschöpfung
„Die Transparenzdatenbank im Internet ermöglicht seit Jahren den Einblick in die landwirtschaftlichen Prämien, wobei die Landwirtschaft die höchste Transparenz aller Förderbereiche Österreichs aufweist. Dadurch kann man per Mausklick die Prämienhöhe für jeden Antragsteller in ganz Österreich erfahren. Was man jedoch nur teilweise erfährt, ist der Grund für die Auszahlung der Prämien. Richtig ist, dass der Betrieb Schuldnergemeinschaft Heinrich GmbH und Heinrich Privatstiftung Schuldnergemeinschaft aus Gols 2009 das burgenländische Ranking mit rund 1 Mio. Euro anführt. Richtig ist aber auch, dass dieser insgesamt 10 Mio. Euro in seinen Betrieb investiert hat, sämtliche Arbeiten an Gewerbebetriebe aus der Region erteilt hat und fünf neue Arbeitsplätze damit geschaffen hat. Nicht zu vergessen, dass jeder Arbeitsplatz am Bauernhof drei weitere Arbeitsplätze sichert“, so Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner.
Landwirtschaftssektor erhält 4,6% der Förderausgaben
Die Förderausgaben des Bundes wurden in der Studie „Konsolidierung der öffentlichen Haushalte Österreichs“ des Wifo aufgelistet. Dabei werden sämtliche Fördersparten in Österreich aufgezeigt. In Summe werden rund 15,8 Mrd. Euro an Bundesmittel ausbezahlt, wobei nur 4,6% (700 Mio. Euro) auf die Land- und Forstwirtschaft entfallen. Spitzenreiter sind das Gesundheitswesen mit 26,1%, der Verkehr mit 19,6%, die ÖBB mit 11,8% und der allgemeine Wirtschaft- und Arbeitsmarkt mit 10,5%. Die Verwaltung mit 7,8% und das Wohnungswesen mit 5,2% liegen noch vor der heimischen Landwirtschaft.
Kriterien der Zahlungen
Kleine landwirtschaftliche Betriebe profitieren in einem deutlich höheren Ausmaß als große Betriebe von den öffentlichen Zahlungen. Dafür sorgen die so genannte Modulation und die Staffelung des Umweltprogramms. Bei der Investitionsförderung für Bauern gibt es eine soziale Staffelung. So sind Betriebe mit hohen außerlandwirtschaftlichen Einkommen davon ausgeschlossen.
Jeder Euro ist verdient
„Jeder Euro, der an unsere Bauern geht, ist verdient, weil die Leistung unserer Bauern stimmt. Unsere Landwirte sorgen für eine gepflegte Landschaft, für hochwertige heimische Lebensmittel, sauberes Wasser, für Energie aus der Natur und für Arbeitsplätze in der ländlichen Region. Im Rahmen des Umweltprogramms werden freiwillige Umweltleistungen abgegolten, die uns allen zugute kommen: Gewässerschutz, Kulturlandschaftspflege und Naturschutzmaßnahmen. Im benachteiligten Gebieten und dem Berggebiet leisten unsere Landwirte einen wichtigen Beitrag für den Tourismus und den Lawinen- und Murenschutz. Unsere klein strukturierte Landwirtschaft hat enorme Wettbewerbsnachteile gegenüber den Mitbewerbern am Weltmarkt. Hohe Produktions-, Umwelt-, Arbeitsstandards müssen ausgeglichen werden, um eine nachhaltige Landwirtschaft auf Basis von Familienbetrieben abzusichern“, so Falb-Meixner abschließend.